Lexikon
Frieden zwischen Byzanz und dem Frankenreich
Frieden zwischen Byzanz und dem Frankenreich
In den Fränkischen Reichsannalen wird der Friedensschluss und die Anerkennung Karls des Großen durch Byzanz ausführlich geschildert:
810. Der Kaiser [Karl] traf im Oktober zu Aachen ein, empfing die ... Gesandtschaften und schloss mit Kaiser Niciforus [Nikephoros I.] Frieden.
811. Nachdem ... der Gesandte des Kaisers Niciforus ... wieder entlassen war, wurde vom Kaiser der Bischof Haido von Basel, der Graf Hugo von Tours und der Langobarde Aio von Friaul nach Konstantinopel abgesandt ...
812. Der Kaiser Niciforus fiel nach herrlichen Siegen in Mösien in einer Schlacht gegen die Bulgaren, und sein Schwiegersohn Michael wurde Kaiser, der die an Niciforus abgeschickten Gesandten Kaiser Karls in Konstantinopel empfing und wieder entließ. Mit ihnen ließ er seine eigenen Gesandten abgehen, den Bischof Michael und die Protospatharen Arsafius und Theognostus und bestätigte durch sie den von Niciforus eingeleiteten Frieden. Denn wie sie nach Aachen vor den Kaiser kamen, nahmen sie die Vertragsurkunden von ihm in der Kirche entgegen, sprachen im nach ihrer Art in griechischer Sprache den Lobgesang und nannten ihn Kaiser und Basileus. Als sie dann auf der Heimkehr nach Rom kamen, empfingen sie in der Kirche des heiligen Apostelfürsten Petrus diese Friedensurkunde noch einmal aus den Händen des Papstes Leo."
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