Lexikon
Quecksilbervergiftung
Merkurialismus; Hydrargyrose; Hydrargyrismusdurch Einatmung von Quecksilberdämpfen oder durch Quecksilberpräparate hervorgerufene Vergiftung, die akut zu schwerer Verätzung der Schleimhäute, zu Erbrechen und Kollaps führt; nach Tagen scheinbarer Besserung schließen sich schwere Darm- und Nierenschädigungen an, außerdem blutige Stühle. Der Tod erfolgt durch Herzlähmung oder Nierenversagen. Erste Hilfe fordert Magenentleerung (Erbrechen hervorrufen!), Spülung mit Eiweißlösungen (Milch), sofort Arzt rufen bzw. Krankentransport veranlassen. Bei der subakut oder chronisch verlaufenden Quecksilbervergiftung treten Mundentzündungen mit Speichelfluss und Zahnfleischverfärbung, Dickdarm- und Nierenreizung auf, später Reizung des Zentralnervensystems mit Unruhe, Schlaflosigkeit, Zittern, Aufregungszuständen. Die gewerbliche Quecksilbervergiftung ist als Berufskrankheit melde- und entschädigungspflichtig (Minimata-Krankheit).
Wissenschaft
Das vernetzte Gehirn
Wie Nervenzellen verschaltet sind, bestimmt darüber, wie wir wahrnehmen und denken. von SUSANNE DONNER Wieso weiß ich, wie ich heiße? Noch rätseln Neurowissenschaftler über diese an sich einfache Frage. Sie vermuten, dass diese Information in Form eines bestimmten Aktivierungsmusters von Nervenzellen im Gehirn gespeichert sind....
Wissenschaft
Wie Kohlenstoff Metall-Katalysatoren auf Trab bringt
Metallpartikel wie Silber oder Kupfer können als Katalysatoren chemische Reaktionen beschleunigen. Noch besser tun sie dies in Kombination mit Kohlenstoff: Wenn man Silber-Nanopartikel auf einer Kohlenstoff-Basis platziert, erhält man einen zweihundertfach aktiveren Katalysator, wie Chemiker herausgefunden haben. Solche Effekte...