Lexikon
Russlanddeutsche
die rund 1 Mio. deutschen Volkszugehörigen, die auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion leben, davon in Russland 600 000, in Kasachstan 350 000, in Kirgisistan 20 000, in Usbekistan, der Ukraine u. in Tadschikistan jeweils rund 10 000 und in anderen Republiken der GUS weitere 14 000. Seit Ende des 2. Weltkrieges entschieden sich jährlich mehrere Tausend, in die Bundesrepublik Deutschland auszusiedeln. Die meisten deutschen Volkszugehörigen stellten ihre Aufnahmeanträge als Spätaussiedler nach dem Ende des Kalten Krieges. Allein im Jahr 1991 verließen 445 198 Menschen die Sowjetunion, seitdem ist die Zahl kontinuierlich gesunken; 2006 waren es nur noch rund 7000. Ziel der Bundesregierung ist es, die deutsche Volksgruppe durch Wirtschafts- und Kulturförderung zum Verbleib in der GUS zu ermutigen und das Selbstbewusstsein der Russlanddeutschen zu stärken. Seit 1994 dürfen Deutsche in Russland eine eigene Volksvertretung wählen. Wolgadeutsche.
Wissenschaft
Mythos Varusschlacht
Wie kaum ein anderes historisches Ereignis hat die Varusschlacht den deutschen Nationalismus beflügelt. Und selten wurde in den letzten 500 Jahren ein historischer Ort so sehnsüchtig gesucht wie dieses legendäre Schlachtfeld. Am Ende hat ein metallurgischer Fingerabdruck Gewissheit gebracht. von ALEXANDRA BLOCH-PFISTER Die...
Wissenschaft
Blutvergießen an der Tollense
Knapp 30 Jahre ist es her, dass an den Ufern der Tollense im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein pfeildurchbohrter Knochen gefunden wurde. In der Folgezeit trugen die Archäologen Überreste von etwa 140 Menschen zusammen. Die Untersuchungen ergaben: Sie sind etwa 3.300 Jahre alt. Doch was damals im Tollensetal geschah, ist bis...
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