Lexikon

Wolgadeutsche

seit 1763 von Katharina II. an der Wolga angesiedelte Deutsche, die deutsche Sitte und Sprache bewahrten. 1918 bildete die Sowjetregierung eine „Autonome Arbeiterkommune“ der Wolgadeutschen, 1924 die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen. Diese wurde nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 aufgelöst; die Wolgadeutschen wurden wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feind nach Zentralasien deportiert. 1964 wurden sie rehabilitiert, doch wurde ihnen die Rückkehr nicht gestattet. Erst in den 1990er Jahren zogen wieder Russlanddeutsche in die Wolgaregion.
Tropfsteinhöhle
Wissenschaft

Tropfsteine als Klimazeugen

Stalagmiten aus der Kleinen Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz geben Auskunft über saisonale Bedingungen in der jahrtausendalten Klimageschichte. von DIRK EIDEMÜLLER Tropfsteinhöhlen sind für ihre bezaubernden Gesteinsformationen bekannt. Kaum jemand, der eine solche Höhle besichtigt, kann sich der Faszination dieser...

Felsgravur eines Kamels
Wissenschaft

Felsgravuren zeugen von früher Besiedlung der arabischen Wüste

In der Wüste Saudi-Arabiens haben Archäologen riesige Gravuren auf steilen Felswänden gefunden, die dort vor 12.800 bis 11.400 Jahren eingeritzt wurden. Sie zeigen Tiere wie Kamele und Gazellen in Lebensgröße und dienten wahrscheinlich als generationenübergreifende Wegweiser zu den seltenen Oasen. Demnach wurde diese...

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