Lexikon
Wolgadeutsche
seit 1763 von Katharina II. an der Wolga angesiedelte Deutsche, die deutsche Sitte und Sprache bewahrten. 1918 bildete die Sowjetregierung eine „Autonome Arbeiterkommune“ der Wolgadeutschen, 1924 die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen. Diese wurde nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 aufgelöst; die Wolgadeutschen wurden wegen angeblicher Kollaboration mit dem Feind nach Zentralasien deportiert. 1964 wurden sie rehabilitiert, doch wurde ihnen die Rückkehr nicht gestattet. Erst in den 1990er Jahren zogen wieder Russlanddeutsche in die Wolgaregion.
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