Wahrig Herkunftswörterbuch
springen
mhd.
springen,ahd.
springan (urspr. „auf–, hervorbrechen“) ist außerhalb dergerm.
Sprachfamilie verwandt mitgriech.
spérchesthai „stürmen, eilen“ und geht auf dieselbeidg.
Wurzel zurück wie das Substantiv → Spur; Zus. springenlassen (auch: springen lassen) „ausgeben, spendieren“springen: etwas springenlassen
Wer etwas springenlässt, der gibt Geld für andere aus, spendiert ihnen etwas. Gemeint ist hier ursprünglich die alte Gewohnheit, beim Bezahlen die Geldstücke nicht eben sanft auf den Tisch zu werfen. Dies taten manche, um die Echtheit der Münzen anhand des satten Klangs glaubhaft zu machen. Anderen wiederum ging es darum, auf diese Art zu zeigen, dass sie genug Geld hatten, um die betreffende Ware zu erwerben. Die Redensart verfestigte sich in der davon abgeleiteten Bedeutung „zahlungskräftig, freigebig sein“. Heute ist es aber nicht nur Geld, das man springenlässt, auch andere gekaufte oder selbst produzierte Dinge kann man springenlassen. Allgemein jedoch steht auch heute noch der finanzielle Aspekt im Vordergrund, und das Geld, das so mancher springenlässt, wird nicht selten für karitative Zwecke eingesetzt.
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