Lexikon

Schaumburg-Lippe

ehemaliges Land des Deutschen Reiches, östlich der Weser. Die Linie Schaumburg-Lippe (oder Bückeburg) des Hauses Lippe gründete Graf Philipp I. (* 1601, † 1681), der 1643 einen Teil der Grafschaft Schaumburg erbte, von dem er jedoch nach dem Westfälischen Frieden nur die Ämter Stadthagen, Bückeburg, Arensburg u. a. kleine Gebiete behielt. Mit dem Beitritt des Grafen Georg (1787–1860) zum Rheinbund 1807 wurde Schaumburg-Lippe Fürstentum. 1867 trat Fürst Adolf (1860–1893) dem Norddeutschen Bund und 1871 dem Deutschen Reich bei. 1918 entstand ein Freistaat Schaumburg-Lippe in der Weimarer Republik, der sich 1922 eine demokratische Verfassung gab. 1933–1945 war Schaumburg-Lippe einem Reichsstatthalter unterstellt. Seit 1946 gehört Schaumburg-Lippe zu Niedersachsen (Regierungsbezirk Hannover).
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