Lexikon

Segelflug

das Fliegen mit motorlosem Flugzeug unter Ausnutzung atmosphärischer Aufwindquellen: Hangsegelflug im Aufwind an einem Berghang, ebenso im Aufwind vor einer Gewitterfront; Thermikflug in aufsteigenden Warmluftmassen, die sich von besonders stark durch die Sonne erwärmten Bodenflächen ablösen; Wellensegelflug in den in großen Höhen hinter Gebirgen oder stationären Luftmassen sich ausbildenden Leewellen, die durch linsenförmige Wolken erkenntlich sind. Segelflugzeuge sind spezifisch leicht und haben durch beste aerodynamische Formgebung geringen Luftwiderstand.
Segelflugzeuge werden heute überwiegend in Kunststoffbauweise hergestellt, wobei mit Glasfasern und mit Kohlenstofffasern verstärkte Epoxidharze verwendet werden.
Segelflugzeuge sind nicht eigenstartfähig und benötigen besondere Starthilfsmittel, wofür Motor-Schleppwinden (Ausklinkhöhe in rund 300 m) oder Schleppflugzeuge verwendet werden. Durch Einbau eines Hilfsmotors ist Eigenstart und Überquerung größerer aufwindloser Gebiete möglich (Motorsegler).
Die Ausbildung zum Segelflug erfolgt in drei Stufen, die durch die A-, B- und C-Prüfung abgeschlossen werden; für besondere segelfliegerische Leistungen werden das silberne und das goldene Leistungsabzeichen (Silber- und Gold-C) sowie bis zu 3 Brillanten zur Gold-C verliehen.
Wettbewerbsdisziplinen sind u. a. der freie Streckenflug, der einfache Zielstreckenflug, der Zielflug mit Rückkehr zur Startstelle sowie die Geschwindigkeitsflüge über verschiedene gerade Distanzen oder über eine Dreieckstrecke, jeweils in den Wettbewerbsklassen offene Klasse, FAI-18-m-Klasse, FAI-15-m-Klasse, FAI-Standardklasse, Doppelsitzerklasse, Weltklasse und Clubklasse. Segelflugweltmeisterschaften finden alle 2 Jahre statt.

Geschichte

Eigentliche Geburtsstätte des Segelflugs wurde die Rhön, als Oskar Ursinus 1920 zum ersten Segelflugwettbewerb auf der Wasserkuppe aufrief; dort fanden bis 1939 jährlich Wettbewerbe statt. Die Entwicklung wurde gefördert durch meteorologische Grundlagenforschungen sowie aerodynamische und konstruktive Fortschritte im Segelflugzeugbau. Deutschland, in dem das Segelflugverbot erst 1951 aufgehoben wurde, nimmt heute in dieser Sportart eine führende Position ein.
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