Lexikon
Flug
Physik
das Verharren oder die Bewegung eines Körpers im Luftraum, wobei eine Kraft der Anziehungskraft der Erde entgegenwirkt. Ist diese Gegenkraft gleich der Schwerkraft, so schwebt der Körper; ist sie kleiner, sinkt er allmählich zu Boden; ist sie größer, steigt er aufwärts.
1. Auftrieb (statischer Flug): Der Körper ist leichter als Luft; Verwendung bei Freiballons (bemannt für den Ballonsport; unbemannt für meteorologische Messungen), Fesselballons und Luftschiffen (in neuerer Zeit wieder häufiger genutzt).
Heißluftballon
Moderner Heißluftballon
Freiballone werden heute nur noch im Flugsport verwendet. Bei einem Heißluftballon mit meist birnenähnlicher Form ist die nicht brennbare Hülle mit Luft gefüllt, die in der Regel mit einem Propangasbrenner erhitzt wird.
© mev, Augsburg
2. Tragflügelflug (dynamischer Flug): Wird eine ebene oder gewölbte Fläche (Tragfläche) relativ zur Luft bewegt, so kann die sich einstellende Strömung als aus zwei Teilströmungen bestehend angesehen werden (Hydrodynamik): Die „Potenzialströmung“ strömt an der Fläche vorbei; die „Zirkulationsströmung“ umkreist die Fläche, und zwar oberhalb der Fläche mit größerer Geschwindigkeit als darunter. Nach dem Gesetz von D. Bernoulli ist der Luftdruck unterhalb der Tragfläche größer als über ihr; außerdem bilden sich infolge des Drehimpulses, der zur Bildung der Zirkulationsströmung nötig ist, an der Hinterkante der Tragfläche fortwährend Wirbel, die sich ablösen und nach hinten wandern (Anfahrwirbel). Beide Erscheinungen zusammen bewirken den Auftrieb, der der Schwerkraft entgegenwirkt und die Tragfläche emporhebt. Gleitflug, Segelflug.
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