wissen.de
Total votes: 15
GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Tasse

Ts|se
f.
11
1.
kleines, schalen oder becherartiges Trinkgefäß mit Henkel(n);
Syn.
österr.
Schale;
eine T. Kaffee; eine T. Tee; hoch die ~n!
ugs.
Prost!;
nicht alle ~n im Schrank haben
übertr., ugs.
leicht verrückt sein;
eine trübe T.
übertr., ugs.
ein langweiliger Mensch
2.
österr.
a)
Untertasse
b)
Tablett
[über
frz.
tasse
< 
arab.
tās, tāsa
< pers.
tašt
„Becher, Schale“]
Tasse:
Das persische Wort
tašt
für „Becher“, „Schale“, „Becken“ ist der Ursprung von
Tasse.
Über das gleichbedeutende Arabische
tās(a)
gelangte der Ausdruck als
tazza
ins Italienische und als
tasse
ins Französische. Aus den frühneuhochdeutschen Formen
tatse, tatze
entwickelte sich schließlich die
Tasse.
Der Alltagsgegenstand zum Genuss meist heißer Getränke besteht aus einem becherförmigen Gefäß mit Henkel, zu dem meist noch eine tellerförmige Untertasse gehört.
Der Ausdruck wird auch in übertragenem Sinn gebraucht und ist zum Bestandteil von Redewendungen geworden. Eine
trübe Tasse
ist die scherzhafte Bezeichnung für eine langweilige, schwunglose Person.
Hoch die Tassen!
lautet eine allgemeine Aufforderung zum Trinken. Wer
nicht alle Tassen im Schrank hat,
ist verrückt, spinnt oder verhält sich ungewöhnlich. Mit der Bitte,
die Tassen im Schrank zu lassen,
ruft man andere zur Vernunft oder zur Mäßigung.
Fliegende Untertasse
ist der Spitzname für UFO genannte Flugobjekte unbekannter Herkunft. Die seit den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Luftraum beobachteten Erscheinungen werden so genannt, weil sie meistens Scheibenform haben sollen (das englische
flying saucer
ist die exakte Übersetzung). Die Phänomene, die die Sciencefictionfantasie immer wieder anregen, erklären sich im Allgemeinen mit meteorologischen Erscheinungen.
Total votes: 15