Lexikon
Stahlkrisen
Strukturkrisen der europäischen Stahlindustrie. Die erste Stahlkrise begann 1974 und dauerte bis Mitte der 1980er Jahre. Ausschlaggebend waren eine weltweite Rezession, die sinkende Nachfrage sowie Billigangebote von Schwellenländern. In westlichen EU-Staaten mussten nationale Überkapazitäten und Arbeitsplätze abgebaut und Produktionsstandorte geschlossen werden. Subventionierungsmaßnahmen verhinderten jedoch mancherorts eine durchgreifende Reform. Von 1980 bis 1988 setzte ein Zwangskartell Produktions- und Absatzquoten sowie Mindestpreise fest. 1992/93 begann in einigen EU-Staaten erneut eine Stahlkrise. Diesmal wurde von Zwangsmaßnahmen abgesehen; multilaterale Stahlabkommen sowie Umstrukturierungsprogramme sollen die Krise bewältigen.
Wissenschaft
Zähne zeigen
Moderne Zahnmediziner greifen immer seltener zum Bohrer: Karies und Parodontitis lassen sich mit innovativen Methoden sanft stoppen. Hilfreich ist dabei die frühzeitige Diagnose. von MONIKA HOLTHOFF-STENGER Zahnfäule und Zahnfleischentzündung sind alte Bekannte der Menschheit. In Marokko entdeckten Wissenschaftler des Max-Planck-...
Wissenschaft
Rettet Vorsorge das Leben?
Welche Untersuchungen sind sinnvoll, um Krebs früher zu erkennen und besser behandeln zu können? Der Arzt Jürgen Brater hat die Studienlage gesichtet. von JÜRGEN BRATER Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2020 fast 231...