Lexikon
Taucherkrankheit
Caisson-; Druckfallkrankheitmelde- und entschädigungspflichtige Berufskrankheit, die durch zu schnellen Druckabfall beim Wiederauftauchen aus großer Tiefe, beim Flug in großer Höhe (Ausfall der Druckkabine) oder beim Ausschleusen aus einem Senkkasten (Caisson) entsteht, da die unter erhöhtem Druck vermehrt im Blut und im Gewebe gelösten Gase, vor allem Stickstoff, in Form von Bläschen frei werden. Dies kann zu Gewebsschädigung, Lähmung und Gasembolie, in schweren Fällen sogar zum Tod führen. Mögliche Symptome sind schmerzhafter Ohrendruck, Schwindel, Lähmungserscheinungen, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Herz- und Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kollaps.
Zur Vermeidung der Taucherkrankheit ist nach längerem Aufenthalt in Überdruckräumen eine langsame Druckentlastung des Organismus (Dekompression) erforderlich. Auch Taucher müssen in Abhängigkeit von der größten Tauchtiefe und der dort verbrachten Zeit vor dem völligen Auftauchen in genau festgelegten Tiefen Dekompressionsstopps einhalten. Bei auftretender Taucherkrankheit muss die sofortige Behandlung in einer Überdruckkammer erfolgen.
Wissenschaft
Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert
In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....
Wissenschaft
Upgrade fürs Insektenhotel
Wohin fliegen Insekten eigentlich auf Winterurlaub? Natürlich in ein Insektenhotel. Viele Menschen, deren ökologischer Fußabdruck zwar so groß ist, dass man alle Bienenstöcke Mitteleuropas darunter begraben könnte, wollen den summenden und krabbelnden und stechenden Freunden aus dem Garten gerne was Gutes tun. Wobei, eigentlich...