Lexikon
Vernalisatiọn
[lateinisch]
die Blütenbildung (Blüteninduktion) durch Kältebehandlung. Pflanzen, die zur Blüteninduktion Kälte benötigen (Wintergetreide, Rübe, Sellerie, Kohl, Bilsenkraut, Fingerhut u. a.), können im entwickelten (beblätterten) Zustand vernalisiert werden, einige auch schon als Embryonen im Samen. Viele Samen keimen erst dann, wenn sie in halbgequollenem Zustand Tage oder Wochen Temperaturen von nur + 2 °C ausgesetzt werden. Diese Vernalisation ist für die praktische Anwendung von Bedeutung: So kommt im Herbst gesätes Wintergetreide im Frühsommer schon zur Fruchtbildung. Für die Blütenbildung ist eine Kälteeinwirkung von einer bestimmten Dauer erforderlich. Danach kann die Vernalisation nicht mehr rückgängig gemacht werden. Neben der Temperatur hat die Tageslänge (Langtagpflanzen, Kurztagpflanzen) einen Einfluss auf die Blütenbildung.
Fingerhut (Roter)
Roter Fingerhut
Roter Fingerhut, Digitalis purpurea
© Sertürner Arzneimittel GmbH, Gütersloh
Wissenschaft
3D-Laserdruck mit Algen-Tinte
Winzlinge mit großem Potenzial für die Technik: Forschende haben aus mikroskopischen Algen „Tinte“ für den 3D-Laserdruck hergestellt und damit komplexe Mikrostrukturen gefertigt. Dabei konnten sie die natürliche Reaktionsfähigkeit der Algen-Substanzen auf Licht nutzen. Tests bestätigten, dass die 3D-Gebilde aus dem...
Wissenschaft
Der simulierte Mensch
Obwohl Organoide nur ein paar Millimeter groß sind, lassen sich damit Krankheiten erforschen, Medikamente testen und Therapien verbessern.
Der Beitrag Der simulierte Mensch erschien zuerst auf wissenschaft.de...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Anpassung der Arten
Eis auf dem Mond – und ein Rätsel
Die scheuen Giganten
Moore fürs Klima
News der Woche 28.06.2024
Designerbabys aus dem Labor