Lexikon
Weltfrauenkonferenz
Tagung von Regierungsvertretern, staatlichen und nichtstaatlichen Frauenorganisationen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen; Austragungsorte waren Mexiko (1975), Kopenhagen (1980), Nairobi (1985) und Peking (1995). In Peking wurden Frauenrechte als untrennbarer Teil der Menschenrechte anerkannt. Im Mittelpunkt der Beschlüsse standen die Reduzierung der Frauenarmut, die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen sowie deren Gleichstellung in allen Lebensbereichen. Zudem wurde das Recht der Frauen unterstrichen, über Sexualität und Fortpflanzung selbst zu entscheiden. 2000 fand in New York eine Nachfolgekonferenz („Peking +5“) statt, bei der eine Zwischenbilanz der bisher verwirklichten Errungenschaften erstellt wurde. Dabei wurden das Recht auf Familienplanung und die Empfehlung, Abtreibungen straffrei zu stellen, bestätigt. Außerdem wurden die genitale Verstümmelung von Mädchen, Zwangsehen und sog. Ehrenmorde an Frauen, die durch weiblichen Ungehorsam patriarchale Normen verletzen, als Menschenrechtsverletzungen anerkannt.
Wissenschaft
Mythos Varusschlacht
Wie kaum ein anderes historisches Ereignis hat die Varusschlacht den deutschen Nationalismus beflügelt. Und selten wurde in den letzten 500 Jahren ein historischer Ort so sehnsüchtig gesucht wie dieses legendäre Schlachtfeld. Am Ende hat ein metallurgischer Fingerabdruck Gewissheit gebracht. von ALEXANDRA BLOCH-PFISTER Die...
Wissenschaft
Zu scharf gereinigt
Der massenhafte Gebrauch von Desinfektionsmitteln kann Antibiotikaresistenzen befördern. Nun erproben Fachleute die probiotische Reinigung von Krankenhausböden. von SUSANNE DONNER Von einer stillen Pandemie hinter der Pandemie spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In den vergangenen Jahren und vor allem während der COVID...