Lexikon

Weltfrauenkonferenz

Tagung von Regierungsvertretern, staatlichen und nichtstaatlichen Frauenorganisationen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen; Austragungsorte waren Mexiko (1975), Kopenhagen (1980), Nairobi (1985) und Peking (1995). In Peking wurden Frauenrechte als untrennbarer Teil der Menschenrechte anerkannt. Im Mittelpunkt der Beschlüsse standen die Reduzierung der Frauenarmut, die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen sowie deren Gleichstellung in allen Lebensbereichen. Zudem wurde das Recht der Frauen unterstrichen, über Sexualität und Fortpflanzung selbst zu entscheiden. 2000 fand in New York eine Nachfolgekonferenz („Peking +5“) statt, bei der eine Zwischenbilanz der bisher verwirklichten Errungenschaften erstellt wurde. Dabei wurden das Recht auf Familienplanung und die Empfehlung, Abtreibungen straffrei zu stellen, bestätigt. Außerdem wurden die genitale Verstümmelung von Mädchen, Zwangsehen und sog. Ehrenmorde an Frauen, die durch weiblichen Ungehorsam patriarchale Normen verletzen, als Menschenrechtsverletzungen anerkannt.
Rückriem, Moor
Wissenschaft

Moore aus Moosen

Wenn die Wiedervernässung gelingt, sind Moore Kohlenstoffsenken und wertvolle Lebensräume zugleich. von OLIVER ABRAHAM Tiefe Gräben begleiten den Weg ins Amtsvenn-Hündfelder Moor, ihren Grund bedeckt eine trockene, dunkelgrüne Schicht aus getrocknetem Moos. Ein Pegel zeigt mit frisch angetrocknetem Schlamm, dass der Wasserstand...

Propyläen von Eleusis
Wissenschaft

Der heilige Trunk

In der Antike gehörten die griechischen Mysterien von Eleusis über Jahrhunderte zu den wichtigsten Kulten der Mittelmeerwelt. Teilnehmer berichteten von spirituellen Visionen nach dem Genuss eines besonderen Getränks. Schon der LSD-Pionier Albert Hofmann vermutete, dass dafür der Mutterkornpilz verantwortlich gewesen sein könnte...

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