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Was macht Wanderratten so unbeliebt?

Unter anderem ihre große Zahl sowie ihr Plündern der menschlichen Nahrungsvorräte. Die Urheimat der Wanderratte (Rattus norvegicus) liegt zwar in den Steppengebieten Asiens, aber seit sie im Mittelalter erstmals nach Europa eingedrungen ist, hat sie sich auch bei uns so stark ausgebreitet, dass sie eine viel größere Bedeutung hat als die kleinere, schlankere und aufgrund ihrer etwas hygienischeren Lebensweise weniger struppige Hausratte. Man schätzt, dass in jeder Stadt mindestens so viele Wanderratten leben wie Menschen – auch wenn man die Tiere kaum zu Gesicht bekommt.

Wanderraten werden 22 bis 26 Zentimeter lang, ihr Schwanz ist mit 18 bis 22 Zentimetern etwas kürzer. Ihre inzwischen fast weltweite Verbreitung verdanken sie der Seefahrt: Da die Tiere ausgezeichnet schwimmen, entern sie mühelos Schiffe, die sie in neue Häfen bringen. Ständig auf Nahrungssuche, fressen sie alles, was sie ergattern können: Fische und Mäuse ebenso wie Geflügel; sie nagen auch Ferkel und Jungschafe, ja sogar ausgewachsene Schweine an, die oft an Wundinfektionen sterben. Auch über hilflose Säuglinge, die von Wanderratten angefressen wurden, liegen zahlreiche Berichte vor, die sicher einen wahren Kern haben. Zur Not vertilgen sie sogar Seife.

Übrigens: Wie bei allen Nagetieren wachsen die Schneidezähne der Wanderratten ständig nach. Daher müssen sie ihre Zähne abwetzen, etwa an Stromkabeln, und verursachen so große Sachschäden.

Foto einer Frau, die einen Donut an den Mund führt
Wissenschaft

Warum für Nachtisch immer noch Platz ist

Eis geht immer? Entgegen dem oft subjektiven Eindruck haben wir für Desserts keinen separaten Platz im Bauch. Dass wir nach einer üppigen Mahlzeit trotzdem noch Appetit auf einen Nachtisch haben, liegt vielmehr an unserem Gehirn, wie Forschende jetzt herausgefunden haben. Demnach sorgen dieselben Nervenzellen im Zwischenhirn, die...

Bronzezeit, Attila
Wissenschaft

Ein Hügel für Attila?

Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...

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