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Was macht Wanderratten so unbeliebt?

Unter anderem ihre große Zahl sowie ihr Plündern der menschlichen Nahrungsvorräte. Die Urheimat der Wanderratte (Rattus norvegicus) liegt zwar in den Steppengebieten Asiens, aber seit sie im Mittelalter erstmals nach Europa eingedrungen ist, hat sie sich auch bei uns so stark ausgebreitet, dass sie eine viel größere Bedeutung hat als die kleinere, schlankere und aufgrund ihrer etwas hygienischeren Lebensweise weniger struppige Hausratte. Man schätzt, dass in jeder Stadt mindestens so viele Wanderratten leben wie Menschen – auch wenn man die Tiere kaum zu Gesicht bekommt.

Wanderraten werden 22 bis 26 Zentimeter lang, ihr Schwanz ist mit 18 bis 22 Zentimetern etwas kürzer. Ihre inzwischen fast weltweite Verbreitung verdanken sie der Seefahrt: Da die Tiere ausgezeichnet schwimmen, entern sie mühelos Schiffe, die sie in neue Häfen bringen. Ständig auf Nahrungssuche, fressen sie alles, was sie ergattern können: Fische und Mäuse ebenso wie Geflügel; sie nagen auch Ferkel und Jungschafe, ja sogar ausgewachsene Schweine an, die oft an Wundinfektionen sterben. Auch über hilflose Säuglinge, die von Wanderratten angefressen wurden, liegen zahlreiche Berichte vor, die sicher einen wahren Kern haben. Zur Not vertilgen sie sogar Seife.

Übrigens: Wie bei allen Nagetieren wachsen die Schneidezähne der Wanderratten ständig nach. Daher müssen sie ihre Zähne abwetzen, etwa an Stromkabeln, und verursachen so große Sachschäden.

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