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(Be-)Kleider machen Leute

Der Markt für Sportartikel ist dynamisch: Nachdem in der Vergangenheit traditionell das Sportschuhgeschäft dominierte, hat die Bekleidungsindustrie in den letzten Jahren durch die verstärkte Nachfrage nach modischen Trendartikeln deutlich Aufwind bekommen. Vor allem Lifestyleprodukte sind gefragt - hier ein Überblick über die einzelnen Segmente der Sportartikelbranche.

adidas Aufstieg ist mit Sportschuhen verbunden

JAMIE MCDONALD/ALLSPORT

Am Anfang war der Schuh - so zumindest beginnt fast jede Unternehmensgeschichte der heute global agierenden Sportartikelhersteller. Gerade einmal 20 Jahre alt, war Adidas-Gründer Adolf Dassler von der Idee beseelt, dass jeder Sportler seiner Disziplin den optimal angepassten Schuh erhalten sollte. Das war 1920 - bis zu seinem Tod 1978 verfügte Dassler über mehr als 700 weltweit gültige Patente und Gebrauchsmuster.

Dasslers erster Sportschuh, hergestellt aus den wenigen Materialien, die in der wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit erhältlich waren, wurde aus Leinen gefertigt. Selbst passionierter Sportler, stand Adi Dassler seit Beginn seiner Tätigkeit in engem Kontakt zu den Aktiven und war bei wichtigen Sportereignissen stets persönlich vor Ort.

Nur acht Jahre später trugen Athleten bei den Olympischen Spielen in Amsterdam zum ersten Mal Spikeschuhe aus seiner Werkstatt - Mitte der 30er Jahre stellte Dassler für elf Sportarten bereits 30 verschiedene Modelle her und beschäftigte annähernd 100 Mitarbeiter. In weniger als zwei Jahrzehnten avancierte adidas so zum führenden Sportschuhhersteller weltweit: Heute entwickelt das Herzogenauracher Unternehmen pro Saison allein 600 verschiedene Sportschuhmodelle, von denen 2000 weltweit mehr als 80 Millionen Paar Schuhe in 160 Ländern verkauft wurden.

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