Wahrig Herkunftswörterbuch
aufheben: Aufhebens machen
Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, warum wir heute davon sprechen, dass jemand großes Aufheben oder viel Aufhebens um etwas macht, wenn wir sagen wollen, dass jemand „allzu viele Worte macht“. Die Redensart wurzelt in einem alten Brauch unter Fechtern, der dem eigentlichen Kampf voranging: Wohl um den Gegner einzuschüchtern, pflegten manche Kämpfer ihre Waffen mit großen Gesten und Worten vom Boden aufzuheben. Dieser bereits im 16. Jahrhundert bei Johann Fischart (im Gargantua) und dem Humanisten Jakob Ayrer literarisch verbürgte Brauch wurde aber von der Öffentlichkeit bald als altmodisch wahrgenommen, was sich 1711 in Abraham a Santa Claras Buch Die Totenkapelle zeigt. Hier ist die Redewendung „Aufhebens machen“ im bildlichen Sinn von „angeben“ oder „prahlen“ erstmals literarisch belegt, die heute auch in der verneinten Form nicht viel Aufhebens von etwas machen „etwas nicht wichtig nehmen“ anzutreffen ist.
Wissenschaft
Fidschi-Leguane stellen Fernreise-Rekord auf
Damit eine neu entstandene Insel besiedelt werden kann, müssen ihre zukünftigen Bewohner in der Regel über Luft und Wasser anreisen. Wie sich nun herausgestellt hat, sind die Fidschi-Leguane dabei die absoluten Rekordhalter: Vor rund 34 Millionen Jahren sind die Vorfahren dieser Reptilien – in Nordamerika lebende Wüstenleguane –...
Wissenschaft
Das große Abenteuer
Die Fahndung nach anderen Kulturen im All wird immer intensiver. Gibt es in unserer Milchstraße Maschinenzivilisationen oder Spuren ausgestorbener Superintelligenzen? von RÜDIGER VAAS Ich glaube, dass es außerirdische Zivilisationen gibt. Sonst würde ich meinen Job nicht machen, denn er ist nicht gut bezahlt“, schmunzelt Seth...