Wahrig Herkunftswörterbuch
aufheben: Aufhebens machen
Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, warum wir heute davon sprechen, dass jemand großes Aufheben oder viel Aufhebens um etwas macht, wenn wir sagen wollen, dass jemand „allzu viele Worte macht“. Die Redensart wurzelt in einem alten Brauch unter Fechtern, der dem eigentlichen Kampf voranging: Wohl um den Gegner einzuschüchtern, pflegten manche Kämpfer ihre Waffen mit großen Gesten und Worten vom Boden aufzuheben. Dieser bereits im 16. Jahrhundert bei Johann Fischart (im Gargantua) und dem Humanisten Jakob Ayrer literarisch verbürgte Brauch wurde aber von der Öffentlichkeit bald als altmodisch wahrgenommen, was sich 1711 in Abraham a Santa Claras Buch Die Totenkapelle zeigt. Hier ist die Redewendung „Aufhebens machen“ im bildlichen Sinn von „angeben“ oder „prahlen“ erstmals literarisch belegt, die heute auch in der verneinten Form nicht viel Aufhebens von etwas machen „etwas nicht wichtig nehmen“ anzutreffen ist.
Wissenschaft
News der Woche 12.07.2024
Der Beitrag News der Woche 12.07.2024 erschien zuerst auf wissenschaft.de.
Wissenschaft
Schlaflos bei Vollmond?
Viele Menschen klagen, sie könnten in den Nächten rund um Vollmond schlechter schlafen als gewohnt, während andere dies als pure Einbildung abtun. Was die Wissenschaft dazu sagt, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Fakt ist: Der Einfluss des Mondes auf uns Menschen ist in zahlreichen Studien untersucht worden, ohne dass man zu einem...