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Formaldehyd
stechend riechendes, farbloses Gas, das z. B. in Fahrzeugabgasen vorkommt und chemisch aus dem Alkohol Methanol hergestellt werden kann. Formaldehyd in wässriger Lösung wird als Formalin bezeichnet. Da Formaldehyd Pilze, Bakterien und Viren u. a. abtötet, wird es vor allem als Desinfektions- und Konservierungsmittel genutzt und ist in vielen Arzneimitteln und kosmetischen Produkten enthalten. In der Medizin verwendet man Formaldehyd zur Konservierung von Gewebe in der Anatomie und Pathologie, in der Industrie z. B. zur Herstellung von Kunststoffen. Formaldehyd reizt Augen, Haut und Lunge und steht unter dem Verdacht, Krebserkrankungen hervorzurufen; daher darf das Gas in der Raumluft eine bestimmte Konzentration nicht überschreiten. Der Grenzwert liegt bei 0,12 mg/m3 Luft (0,1 ppm) in Innenräumen, die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) bei 1 ppm.
Wissenschaft
Gegen die Einbahnstraße
Keine Stadt ohne Sackgassen und Einbahnstraßen. Auch von der Evolution dachte man lange, dass sie viele Organismenlinien in Sackgassen und Einbahnstraßen geschickt habe. Tatsächlich scheint das jedoch viel weniger oft der Fall gewesen zu sein, als bislang vermutet. Über die „evolutionären Sackgassen“ des belgischen Paläontologen...
Wissenschaft
Algen als Stickstofflieferanten
In verschiedenen Meeresalgen haben Forschende neuartige Symbiosen mit stickstofffixierenden Bakterien entdeckt. Eine dieser Symbiosen geht sogar so weit, dass sich Bakterium und Alge zu einem einzigen Organismus entwickelt haben. von ELENA BERNARD Kieselalgen produzieren nicht nur jede Menge Sauerstoff. Sie tragen auch dazu bei,...