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LEXIKON
 

Zapotken

Tzapoteken
altes indianisches Kulturvolk (heute noch rund 300 000) Angehörige aus der Sprachfamilie Oto-Mangue in den mexikanischen Staaten Oaxaca und Tehuantepec. Zur Zeit der spanischen Landung bildeten sie ein Reich mit der Hauptstadt Zoahila; von den Mixteken teilweise verdrängt; die Blüte ihrer Kultur fällt ins 3.5. Jahrhundert n. Chr.; in dieser Zeit bestanden enge Beziehungen erst zur Maya-Kultur, dann zu Teotihuacan. An der Spitze ihres Staats standen wohl Priesterfürsten.
mittelamerikanische Kulturen in vorspanischer Zeit
mittelamerikanische Kulturen in vorspanischer Zeit
 
 
Die wichtigsten Ruinenstätten der Zapoteken sind Mitla und Monte Albán. Letzteres war eine Stadt mit zahlreichen Tempeln, Palästen, Ballspielplätzen, Observatorien, von einem Netz von Wohnbauten umgeben. Die Zapoteken besaßen eine Hieroglyphenschrift (noch weitgehend unentziffert) und Kalender; sie leisteten Hervorragendes auf dem Gebiet der Mathematik. Sie hatten eigenartige Haartrachten und Kopfschmuck (aus zahlreichen Fäden verschlungener Kopfputz), trugen Ketten an Waden und Handgelenken sowie Ohrpflöcke.
 

 

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