Gesundheit A-Z
Kastration
Funktionsausschaltung der Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke) vor oder nach Eintreten der Geschlechtsreife durch Operation oder Hormongabe, z. B. zur Behandlung eines hormonabhängig wachsenden Krebses. Eine Kastration vor der Pubertät verhindert die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale und verlängert die Phase des Längenwachstums (verspätete Verknöcherung der Wachstumsfugen) mit entsprechendem Großwuchs. Im Erwachsenenalter beendet eine Kastration die Zeugungs- und Befruchtungsfähigkeit, führt zu Libidoverminderung, psychischen Veränderungen wie Depressionen sowie zu vorzeitiger Osteoporose. Die zwangsweise Kastration ist in Deutschland verboten, die freiwillige Kastration darf nur gemäß dem Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden (letzte Änderung 2008) vorgenommen werden.
Wissenschaft
Ein Hügel für Attila?
Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...
Wissenschaft
Climate Engineering: Versuchskaninchen Erde
Mit simulierten Vulkanausbrüchen, Weltraumsegeln und künstlichen Wolken soll die Klimaerwärmung gestoppt werden. Klingt genial, ist aber extrem riskant. Von RALF STORK Der Erfindungsreichtum von uns Menschen ist einzigartig. Es gibt andere Arten, die ebenfalls Werkzeuge nutzen: Seeotter schlagen Muscheln auf Steine, um an das...