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Paraneoplasie
paraneoplastisches SyndromSammelbezeichnung für zahlreiche, sehr unterschiedliche Störungen im Rahmen eines Tumorleidens, die weder durch das invasive Wachstum des Tumors noch durch Metastasen bedingt sind. Über die Ursache ist nur wenig bekannt. Ein Teil der paraneoplastischen Syndrome entsteht durch die Produktion von Hormonen oder hormonähnlichen Substanzen in einer Geschwulst, deren Ausgangsgewebe nicht hormonaktiv ist. Ein Leberzellkarzinom, das einen Insulin-ähnlichen Stoff absondert, kann z. B. zu einem erniedrigten Blutzuckerspiegel führen. Andere neoplastiche Syndrome, deren Ursache nicht geklärt ist, äußern sich u. a. in Form von Hautveränderungen, Nerven- und Muskelerkrankungen oder Gerinnungsstörungen.
Wissenschaft
»Es entsteht Neues und Spannendes«
Das Forschungsfeld der synthetischen Biologie entwickelt sich rasant. Biochemiker Tobias Erb berichtet von den Anfängen – und wie es immer weiter vorangeht. Das Gespräch führte RAINER KURLEMANN Herr Prof. Erb, wie reagieren Menschen, denen Sie erzählen, woran Sie forschen? Ich habe selten das Gefühl, dass synthetische Biologie...
Wissenschaft
Der Glaube ans Wasserklosett
„Glauben heißt nichts wissen“, wie mir mein ungläubiger Vater in den 1950er-Jahren eingehämmert hat, als seine Verärgerung über die christlichen Kirchen zunahm, deren Vertreter damals wie heute lieber die Hände falten und beten, statt die Ärmel aufzukrempeln und zu helfen. Wobei jedem auffallen wird, dass die Betenden ihr Gesicht...