Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Latrine
La|tri|ne, <auch> Lat|ri|ne1.
Abort, Senkgrube
2.
〈Soldatenspr.;
kurz für
〉Latrinenparole
[<
lat.
latrina
(eigtl.lavatrina)
„Abort“ undlatrinum
(eigtl.lavatrinum)
„Bad“, zulavare
„waschen, benetzen“]Latrine:
Das lateinische Wortbezeichnet einen „Abtritt“. Ursprünglich hieß es allerdings(zu„waschen“) und wurde dann zuverkürzt. Eineist mithin eigentlich ein Ort, an dem man sich wäscht. Menschliche Scham mag dabei eine Rolle spielen, dass der eigentliche Zweck des Orts solchermaßen umschrieben wird. Noch heute ist beispielsweise vom „Händewaschen“ die Rede, wenn jemand zur Toilette geht. Das Wortwird seit dem 16. Jahrhundert im Deutschen für „Senkgrube“ bzw. „Platz, wo man sich entleert“ verwendet.
Der Ausdruck(Latrine + französisch„Wort“, „Spruch“) steht für eine nicht ernst zu nehmende oder falsche Aussage, ein Gerücht. Der Ursprung dürfte allerdings nicht allein in der Militärsprache zu suchen sein, auch wenn dies der Wortbestandteilund der Umstand, dass die Toiletten in Kasernen auchgenannt werden, suggerieren. In der Antike waren die öffentlichen Toilettenanlagen, wie sie beispielsweise noch in Pompeji bei Neapel oder auch im heute türkischen Ephesus zu sehen sind, durchaus auch „Informationsbörsen“.
Der Ausdruck(Latrine + französisch„Wort“, „Spruch“) steht für eine nicht ernst zu nehmende oder falsche Aussage, ein Gerücht. Der Ursprung dürfte allerdings nicht allein in der Militärsprache zu suchen sein, auch wenn dies der Wortbestandteilund der Umstand, dass die Toiletten in Kasernen auchgenannt werden, suggerieren. In der Antike waren die öffentlichen Toilettenanlagen, wie sie beispielsweise noch in Pompeji bei Neapel oder auch im heute türkischen Ephesus zu sehen sind, durchaus auch „Informationsbörsen“.
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