Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Schlafittchen

Schla|ftt|chen
n.
; urspr.
Schwungfeder, Rockschoß;
nur noch in der Wendung
jmdn. beim S. kriegen, packen
jmdn. zu fassen kriegen (um ihn zu strafen oder zurechtzuweisen)
[Herkunft nicht sicher, vielleicht < 
Schlagfittich,
und zwar im Hinblick darauf: Gänse können, wenn sie kämpfen oder sich wehren, mit dem Flügelknochen, an dem sie einen mit Hornhaut überzogenen Knochenfortsatz haben, starke Schläge austeilen, und wenn man sie packen und festhalten will, greift man sie am Flügelansatz, um sie wehrlos zu machen; dazu die ältere Form
Schlafitten
in der übertr. Bedeutung „lose, wehende Kleiderenden, Rockschöße“, an denen man ebenfalls jmdn. „kriegen“ kann]
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