Wahrig Synonymwörterbuch

anbändeln

  1. ugs. für: eine Beziehung anknüpfen, sich jmdn. anlachen, Fühlung nehmen, anbinden mit, sich beigesellen, sich zugesellen, sich aufdrängen, schäkern, flirten, tändeln, auf Fang gehen, schöntun, den Hof machen; ugs.: jmdn. anmachen, aufreißen, sich jmdn. angeln/fischen
  2. Streit anfangen/suchen/heraufbeschwören/vom Zaun brechen, Unfrieden stiften, Händel suchen; ugs.: stänkern

anbändeln: Kontaktaufnahme in Liebe und Streit

Anbändeln und das gleichbedeutende anbandeln stellen sprachlich eine Nebenform von anbinden dar. Ausgedrückt wird damit, dass eine Verbindung zwischen zwei Personen hergestellt wird, wobei stets etwas Spielerisches mitschwingt. In der Regel handelt es sich dabei um das Anknüpfen einer Beziehung.
Das Anbahnen einer Verbindung im Guten wird mit Worten wie flirten, schäkern, tändeln, turteln oder Wendungen wie eine Beziehung aufbauen, einen Annäherungsversuch machen ausgedrückt. Der Ausdruck jemandem den Hof machen ist genauso gehoben wie schöntun. Gelegentlich findet sich auch noch das veraltete poussieren. Wendungen wie sich jemanden anlachen oder sich jemanden angeln/fischen sind umgangssprachlich, genau wie jemanden anbaggern. Der Begriff aufreißen ist derb.
Je nach Zusammenhang kann anbandeln oder anbändeln gelegentlich auch Streit anfangen, sich auf Streit einlassen bedeuten. Synonym dafür ist auch der Ausdruck Händel anfangen, der die alte Pluralform von »Handel« im Sinn von Streit enthält. Ein umgangssprachlicher Begriff für solches Anbandeln ist stänkern.
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