Wahrig Herkunftswörterbuch

anbinden, anbandeln, anbändeln
Wer mit einem anbindet, streitet mit ihm. Diese Redensart entspringt der Fechtersprache: Vor Kampfbeginn banden die Gegner die Klingen aneinander, d. h., sie legten sie so gegeneinander, dass sie ein Kreuz bildeten. Die Klingen kreuzen ist eine andere Wendung, die man vor allem im Sport, aber auch in der Politik gebraucht, wenn man eine erbitterte Auseinandersetzung beschreiben will (vgl. auch Säbelgerassel oder Säbelrasseln als Metaphern für „Androhung militärischer Aktionen“). Doch es gab auch Fechter, die sich die Waffen an das Handgelenk banden, um sie während des Kampfes nicht durch einen Schlag zu verlieren. Die Redensart mit jemandem anbandeln oder anbändeln bedeutete ursprünglich dasselbe, wird heute aber meist in der Bedeutung „eine Liebelei mit jemandem beginnen“ verwendet. Der an der kurzen Leine gehaltene und als bissig geltende Hofhund hat hingegen die Redensart kurz angebunden sein in der Bedeutung „barsch oder wortkarg sein“ inspiriert.
hossenfelder_02.jpg
Wissenschaft

Kernkraft, Kernkraft überall

Ich rede gerne und oft über Kernkraft. Neu ist, dass die Leute mir dabei zuhören. Kernkraft ist kein Tabuthema mehr, selbst in Deutschland nicht. Das erste Kernkraftwerk wurde 1954 in der damaligen Sowjetunion in Betrieb genommen. In den folgenden 50 Jahren nahm die durch Kernkraftwerke produzierte Energie weltweit stetig zu....

Junge mit Stift und Heft
Wissenschaft

Schon Sechsjährige haben Geschlechter-Vorurteile

Sind Mädchen oder Jungen kompetenter? Diese Frage stellen sich Kinder oft schon, bevor sie in die Schule kommen. Doch sie beantworten dies für sich oft mit ungerechtfertigten Vorurteilen, wie eine neue Studie zeigt. Schon ab dem Alter von sechs Jahren denken Kinder demnach, dass Jungen in den MINT-Fächern Informatik sowie Technik...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon