Wahrig Herkunftswörterbuch

Choleriker
Im Griechischen heißt das Adjektiv cholerikos „gallig“, abgeleitet von griech. chole „Galle“. Die Bezeichnung Choleriker für eine aufbrausende Person hat mit der von der Antike bis ins Mittelalter verbreiteten Säftelehre zu tun, die dem Menschen bestimmte Temperamente zuschreibt, je nachdem, welcher der vier Körpersäfte in ihm vorherrscht. Den Jähzorn des Cholerikers bewirkt der Lehre zufolge die Dominanz der gelben Galle (chole). Die schwarze Galle ist es, die dem Melancholiker seine Schwermut gibt (aus melas „schwarz“ und chole „Galle“). Der dritte der vier Körpersäfte, das Phlegma „zäher Schleim“, bestimmt den Phlegmatiker, den nichts aus der Ruhe bringt. Der Sanguiniker (von lat. sanguis „Blut“) schließlich ist jemand, den der rascher fließende Saft leichter ansprechbar, aber auch oberflächlicher macht.
sciencebusters_NEU.jpg
Wissenschaft

Schiff ahoi!

Vor gut vier Jahren, im Dezember 2019, erblickte die erste Science-Busters-Kolumne in bild der wissenschaft das Licht der Welt. Sie hieß „Können Atombomben auf dem Mars Leben schaffen?“ und handelte davon, dass der verhaltensoriginelle AfD-Sympathisant Elon Musk auf dem Nachrichtenportal Twitter – das damals noch so hieß und...

T-Zellen
Wissenschaft

Körperabwehr gegen Krebs

Immuntherapien sind die neue tragende Säule der Krebsmedizin. Bei manchen Patienten vollbringen sie wahre Wunder, bei anderen verfehlen sie ihre Wirkung. Warum? von SUSANNE DONNER Bei der Vorstellung kann einem mulmig zumute werden: Tag für Tag entstehen in jedem von uns Krebszellen. „Hundertfach. Es ist etwas ganz Normales“,...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch