Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Etikette:
Die Bezeichnung für die herkömmlichen gesellschaftlichen Umgangsformen kommt aus dem Französischen. Frankreich wirkte besonders im 17. und 18. Jahrhundert stilbildend in Europa, von der Architektur über die Mode bis hin eben zu den Umgangsformen. Diese orientierten sich an denen des Königshofs (
Hofetikette
oder
höfische Etikette
) und des Adels. Das aus
éstiquette
„Pfosten“ entstandene, seit dem 14. Jahrhundert bezeugte Wort
étiquette
stand dabei ursprünglich für den Handzettel, auf dem das Hofzeremoniell schriftlich festgelegt war (zu altfranzösisch
estiquier
„anbinden“, „fixieren“). Die
Etikette,
auch
guter Ton
oder
Manieren
genannt, kann je nach Kulturkreis völlig unterschiedlich sein.
Die gleiche aus dem fränkischen
stikkjan
abgeleitete Etymologie hat das Wort
Etikett,
das für „Preisschild“, „angeklebter Zettel„ steht. Das Verb lautet
etikettieren
. Hierher gehört übrigens auch der englische Begriff
sticker
.
Im InternetZeitalter ist schließlich das Wort
Netikette/Netiquette
entstanden. Mit diesem aus
net
„Netz“ +
étiquette
gebildeten Kunstwort sind Regeln und Umgangsformen im Internet gemeint.
Steinwerkzeug
Wissenschaft

Menschen lebten schon vor 150.000 Jahren im Regenwald

Vor rund 300.000 Jahren entwickelte sich der moderne Mensch in offenen Graslandschaften Afrikas. Von dort breitete er sich in die unterschiedlichsten Lebensräume aus. Dichte Regenwälder galten allerdings bislang als natürliche Barriere für frühe Vertreter unserer Spezies. Doch nun zeigen neu datierte Funde uralter Steinwerkzeuge...

Wissenschaft

Der Landwirtschaft geht ein Licht auf

Schnelleres Wachstum, besserer Geschmack und höhere Erträge – energiesparende LED-Beleuchtung macht in der modernen Landwirtschaft einiges möglich. von Rainer Kurlemann Pflanzen benötigen Licht zum Wachsen. Das klingt einfach, doch hinter diesem Satz versteckt sich eine komplizierte Physik, die beispielsweise im Ackerbau wichtig...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch