Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Etikette:
Die Bezeichnung für die herkömmlichen gesellschaftlichen Umgangsformen kommt aus dem Französischen. Frankreich wirkte besonders im 17. und 18. Jahrhundert stilbildend in Europa, von der Architektur über die Mode bis hin eben zu den Umgangsformen. Diese orientierten sich an denen des Königshofs (
Hofetikette
oder
höfische Etikette
) und des Adels. Das aus
éstiquette
„Pfosten“ entstandene, seit dem 14. Jahrhundert bezeugte Wort
étiquette
stand dabei ursprünglich für den Handzettel, auf dem das Hofzeremoniell schriftlich festgelegt war (zu altfranzösisch
estiquier
„anbinden“, „fixieren“). Die
Etikette,
auch
guter Ton
oder
Manieren
genannt, kann je nach Kulturkreis völlig unterschiedlich sein.
Die gleiche aus dem fränkischen
stikkjan
abgeleitete Etymologie hat das Wort
Etikett,
das für „Preisschild“, „angeklebter Zettel„ steht. Das Verb lautet
etikettieren
. Hierher gehört übrigens auch der englische Begriff
sticker
.
Im InternetZeitalter ist schließlich das Wort
Netikette/Netiquette
entstanden. Mit diesem aus
net
„Netz“ +
étiquette
gebildeten Kunstwort sind Regeln und Umgangsformen im Internet gemeint.
Güter, Projekt, Technik
Wissenschaft

Ab durch die Röhre

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Unterwasseraufnahme mit gelbem Gestein, dunklem Himmel und leuchtenden Partikeln im Wasser.
Wissenschaft

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Aus dem Kern unsere Planeten sickert langsam Material in den Erdmantel ein. Das lässt sich an der Zusammensetzung des Edelmetalls Ruthenium aus Vulkangestein ablesen. von DIRK EIDEMÜLLER Tief im Innern der Erde ruht eine gewaltige Kugel aus Eisen: der Erdkern. Er ist innen fest und in seinen äußeren Bereichen flüssig. Das ist aus...

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