Wahrig Herkunftswörterbuch
Banause
Als Banause oder Kunstbanause verunglimpft man heute einen ungebildeten Menschen, dem es an Kunstverständnis mangelt. Das
griech.
banausos bedeutete ursprünglich „der am Ofen Arbeitende, Ofenheizer“. Diese Bezeichnung wurde später auf alle Handwerker ausgedehnt und nahm schließlich auch die Bedeutung „vulgär“ an. Als banausos wertete man all jene ab, die nicht frei geboren waren und körperlich, d. h. vor allem mit der Hand arbeiten mussten. Dies waren Handwerker, Händler und Bauern, aber auch jene Künstler, die eine ars mechanica – eine praktische Kunst wie die Bildhauerei oder die Malerei – ausübten. In der antiken Gesellschaft akzeptierte man nämlich nur Tätigkeiten, die nicht auf den Erwerb ausgerichtet und vornehmlich geistiger Natur waren: Für Aristoteles war Lohnarbeit das Gegenteil von Bildung, weshalb er schwere körperliche Arbeit als Teil der Erziehung verbot, und in Sparta ging man sogar so weit, jegliche handwerkliche Erwerbstätigkeit zu verbieten.
Wissenschaft
Neue Art der Symbiose in der Tiefsee
Die Lebenswelt rund um hydrothermale Schlote und Methanquellen der Tiefsee ist bisher noch kaum erforscht. Jetzt haben Biologen drei neue Arten von Asselspinnen an solchen Tiefseeschloten im Pazifik entdeckt, die eine ungewöhnliche Symbiose eingehen: Sie kultivieren Bakterien auf ihren Körpern, die sich von Methan und Methanol...
Wissenschaft
Menschen lebten schon vor 150.000 Jahren im Regenwald
Vor rund 300.000 Jahren entwickelte sich der moderne Mensch in offenen Graslandschaften Afrikas. Von dort breitete er sich in die unterschiedlichsten Lebensräume aus. Dichte Regenwälder galten allerdings bislang als natürliche Barriere für frühe Vertreter unserer Spezies. Doch nun zeigen neu datierte Funde uralter Steinwerkzeuge...