Wahrig Herkunftswörterbuch

Brandbrief

ugs.:
dringender Mahnbrief, eiliger Bittbrief
[Info]
Brandbrief, brandmarken
In einigen Zusammensetzungen verweist der Bestandteil brand auf alte Bräuche: Ein brantbrief war im 16. und 17. Jh. zum einen ein Brief, in dem man jemandem mit einem Brand drohte; andererseits bescheinigte die süddeutsche Obrigkeit mit einem Brandbrief, dass jemand Haus und Hof durch Brand verloren habe und nun zum Betteln berechtigt sei. Seit dem 18. Jh. ist ein Brandbrief ein eiliger Brief, in dem um Geld gebeten wird. Das Verb brandmarken stammt vom frühnhd. brandmark gemeint ist ursprünglich ein eingebranntes Zeichen, mit dem Tiere und Geräte als Eigentum gekennzeichnet wurden. Später brannte man es Verbrechern ein, woraus sich auch die heutige Bedeutung „bloßstellen, anprangern“ ableitet. In Verbindung mit Adjektiven wie brandgefährlich, brandheiß oder brandneu bedeutet die Vorsilbe brand „sehr“ oder „wie Feuer“.
Atome, Licht, Photonen
Wissenschaft

Geheimnisvolles Licht

Experimente enthüllen die eigenartige Quantennatur des Lichts immer besser. So kann Licht zum „Ausfrieren“ gebracht werden, Materie erschaffen und sogar dafür sorgen, dass Atome sich gegenseitig anziehen. von DIRK EIDEMÜLLER Licht gehört zu den Erscheinungen, die so alltäglich sind, dass man gar nicht weiter über sie nachdenkt....

2D-Material Graphen
Wissenschaft

Ein Hauch von Material

Die Erforschung extrem flacher, sogenannter zweidimensionaler Materialien macht rasante Fortschritte. Ihre Anwendungen sind vielfältig – von der Abwasserreinigung bis zur Nanoelektronik. von THERESA KÜCHLE Ein Stückchen Klebeband und ein Graphitblock – das reicht aus, um ein Material aus einer einzigen Lage Kohlenstoff-Atome...

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon