Wahrig Herkunftswörterbuch
anzetteln
Wer heute einen Streit anzettelt, der wird von der Allgemeinheit als Ruhestörer oder Querulant wahrgenommen. Den meisten wird dabei nicht bewusst sein, dass der Zettel, der der Redensart etwas anzetteln „etwas anstiften“ zugrunde liegt, nicht aus Papier, sondern aus Fäden besteht. Weber nannten die Längsfäden des Gewebes Zettel, was sich wohl aus mhd. zet(t)en „zerstreuen, ausbreiten“ herleitet. Wer etwas anzettelte, spannte also ursprünglich die Fäden so auf, dass man mit dem Weben beginnen konnte. Das Verb anzetteln gelangte schon früh, nämlich im 15. oder 16. Jahrhundert, im übertragenen Sinn in die Alltagssprache. Zunächst negativ (Krieg anzetteln) wie positiv (Heil anzetteln) verwendet, wird anzetteln seit frühnhd. Zeit ausschließlich abwertend gebraucht. Das Berufsfeld der Textilarbeiter ist Ursprung vieler deutscher Wendungen, zum Beispiel spinnen „verrückt sein“.
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