Wahrig Herkunftswörterbuch
Laufpass
Einen teils militärischen, teils zivilen Hintergrund hat die Redewendung jemandem den Laufpass geben „jemanden wegschicken, sich von jemandem einseitig trennen“. Soldaten, aber auch Dienstboten gab man im 18. Jahrhundert einen Laufpass oder Laufzettel als Entlassungsschein. Soldaten verwendeten diesen nach der Armeezeit als Ausweis, wenn sie eine zivile Arbeit suchten. Dienstboten hingegen wurden mit der Ankündigung, ihnen den Laufpass zu geben, eingeschüchtert: Man wollte sie so dazu anhalten, mehr zu arbeiten. Diese negative Komponente ist auch der Grund für die heutige negative Bedeutung der Redensart.
Wissenschaft
Das Ende der Hölle
Am Anfang war die Erde so heiß wie die Venus heute, kühlte jedoch schnell ab, weil die junge Sonne damals viel schwächer schien. Der atmosphärische Wasserdampf ging als Starkregen nieder und bildete die Ozeane. von THORSTEN DAMBECK Vor knapp 4,6 Milliarden Jahren entstand die Erde. Sie war ganz anders beschaffen als heute. Und...
Wissenschaft
Wer nicht fliegen kann, gleitet eben
Wie Fische und Frösche, Echsen, Hörnchen und sogar Schlangen der Schwerkraft trotzen. Von RALF STORK Flucht vor Feinden, höhere Mobilität, leichterer Zugang zu Nahrung – die Vorteile des Fliegens liegen auf der Hand. Kein Wunder, dass zum Beispiel bei den Insekten 80 bis 90 Prozent der Arten das Fliegen für sich entdeckt haben....