Wahrig Herkunftswörterbuch

Laufpass
Einen teils militärischen, teils zivilen Hintergrund hat die Redewendung jemandem den Laufpass geben „jemanden wegschicken, sich von jemandem einseitig trennen“. Soldaten, aber auch Dienstboten gab man im 18. Jahrhundert einen Laufpass oder Laufzettel als Entlassungsschein. Soldaten verwendeten diesen nach der Armeezeit als Ausweis, wenn sie eine zivile Arbeit suchten. Dienstboten hingegen wurden mit der Ankündigung, ihnen den Laufpass zu geben, eingeschüchtert: Man wollte sie so dazu anhalten, mehr zu arbeiten. Diese negative Komponente ist auch der Grund für die heutige negative Bedeutung der Redensart.
Casciano, Etrusker, Antike
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