Wahrig Herkunftswörterbuch
Laufpass
Einen teils militärischen, teils zivilen Hintergrund hat die Redewendung jemandem den Laufpass geben „jemanden wegschicken, sich von jemandem einseitig trennen“. Soldaten, aber auch Dienstboten gab man im 18. Jahrhundert einen Laufpass oder Laufzettel als Entlassungsschein. Soldaten verwendeten diesen nach der Armeezeit als Ausweis, wenn sie eine zivile Arbeit suchten. Dienstboten hingegen wurden mit der Ankündigung, ihnen den Laufpass zu geben, eingeschüchtert: Man wollte sie so dazu anhalten, mehr zu arbeiten. Diese negative Komponente ist auch der Grund für die heutige negative Bedeutung der Redensart.
Wissenschaft
Verstopft
Viele deutsche Städte sind staugeplagt. Moderne Mobilitätsdienste, neue Technologien und künftig auch vernetzte autonome Fahrzeuge sollen das ändern. Doch was taugen die Konzepte? von MICHAEL VOGEL Bis morgens um sechs ist die Welt noch in Ordnung. Dann geht es los, an jedem Werktag und in fast allen größeren deutschen Städten:...
Wissenschaft
Warum für Nachtisch immer noch Platz ist
Eis geht immer? Entgegen dem oft subjektiven Eindruck haben wir für Desserts keinen separaten Platz im Bauch. Dass wir nach einer üppigen Mahlzeit trotzdem noch Appetit auf einen Nachtisch haben, liegt vielmehr an unserem Gehirn, wie Forschende jetzt herausgefunden haben. Demnach sorgen dieselben Nervenzellen im Zwischenhirn, die...