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Achtung Autofahrer

Ab 1. Mai gelten neue Regeln für die Punktevergabe

 

Für Autofahrer ist der 1. Mai in diesem Jahr ein wichtiges Datum: Denn von diesem Tag an gilt ein neues Bewertungssystem für Verkehrssünder: Es ändert, wie viele Punkte man beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg für falsches Fahren kassiert, aber auch, ab wann der Führerschein weg ist. Grund für die Neuerung: Das System sollte vereinfacht werden.

Bisher werden bei Ordnungswidrigkeiten ab einem Bußgeld von 40,- Euro je nach Schweregrad 1-3 Punkte vergeben, für Straftaten zwischen 4 und 6 Punkte. Das soll nun vereinfacht werden, einige Ordnungswidrigkeiten und leichten Straftaten fallen sogar komplett aus dem Punktesystem heraus. So gibt es künftig keine Punkte mehr beim Fahren in einer Umweltzone ohne passende Plakette, LKW-Fahrer erhalten keine Punkte mehr, wenn sie gegen das Sonn- und Feiertags-Fahrverbot verstoßen. Allerdings wurde dafür das Bußgeld für diese Verstöße heraufgesetzt. Bei den Straftaten entfallen die Beleidigung im Straßenverkehr, der Kennzeichenmissbrauch oder das Fahren ohne Versicherung.

Drei-Punkte-System

Nach der neuen Regelung werden nun nur noch Verstöße eingetragen, die unmittelbar die Verkehrssicherheit gefährden – die eigene und die anderer. Es kann dabei nur noch maximal drei Punkte auf einmal geben: Eine Ordnungswidrigkeit mit eine Bußgeld von mindestens 60,- Euro  schlägt künftig mit einem Punkt zu Buche. So kostet das Telefonieren am Steuer ohne Freisprechanlage  oder das Überfahren einer roten Ampel einen Punkt. Zwei Punkte kassiert, wer eine Ordnungswidrigkeit begeht, die zu einem befristeten Fahrverbot führt oder eine Straftat. Beispiele dafür sind mehr als 50 km/h zu schnell Fahren im Ort oder ein Alkoholgehalt von mehr als 1,1 Promille. Drei Punkte werden fällig, eine Straftat zum Führerscheinentzug führt.

Punktereform
Punktereform

So wird der alte Stadnd in den neuen umgerechnet.

 

Die Punkte, die jemand aktuell auf den Flensburger Konto hat, werden mit Inkrafttreten der Reform angepasst: Punkte, die für Verstöße kassiert wurden, die nach der neuen Regelung herausfallen, werden gelöscht. Die verbleibenden werden umgerechnet: 1-3 alte Punkte werden zu einem neuen, 4 -5 entsprechen 2 neuen Punkten und so weiter. Wer 18 und mehr Punkte hat – bisher liegt hier die Grenze für den Führerscheinentzug – hat künftig acht Punkte. An diesem Punktestand ist auch in der neuen Regelung der Führerschein fällig.

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