Wissensbibliothek

Warum ist Kunststoffrecycling schwierig?

Weil es so viele verschiedene Kunststoffe gibt, auch wenn für den Laien alles »wie Plastik« aussieht. Schon die sechs wirtschaftlich bedeutendsten Polymere sind aus jeweils verschiedenen Grundbausteinen aufgebaut, die chemisch nicht immer gut miteinander verträglich sind. Darum ist für eine effektive und ökonomische Wiederverwertung eine sortenreine Sammlung fast immer zwingend notwendig. Ein weiteres Problem ist, dass man viele Kunststoffe nicht einfach einschmelzen und neu gießen kann, wie dies mit Altglas seit langem praktiziert wird. Manche werden dabei durch chemische Reaktionen unbrauchbar, andere reagieren mit winzigen Restverschmutzungen, die nur schwer zu entfernen sind.

Aus all diesen Gründen hat es in den vergangenen 15 Jahren zwar viele Versuchsprojekte zum Recycling von Kunststoffen gegeben, aber es wurde noch kein marktgängiges Verfahren für große Stoffumsätze etabliert. Dies könnte sich allerdings ändern, wenn die Erdölpreise weiter so rasant ansteigen: Je teurer die natürlichen Ausgangsmaterialien werden, desto eher lohnt sich der Aufwand, Altplastik wieder zu verwerten.

Lacrymaria olor
Wissenschaft

Ein Einzeller mit Origami-Hals

Nur 40 Mikrometer misst die Mikrobe Lacrymaria olor. Doch wenn das einzellige Lebewesen Beute wahrnimmt, kann es seinen Hals innerhalb von Sekunden auf das 30-fache der eigenen Körperlänge ausfahren. Eine Studie zeigt nun, wie das möglich ist: Demnach ist die Membran am Hals des Einzellers im Ruhezustand auf komplexe Weise...

Hossenfelder_Quanten.jpg
Wissenschaft

Ammoniak statt Wasserstoff?

Während für die Energiewende weiterhin große Hoffnungen auf Wasserstoff als Energieträger ruhen, rückt ein weiterer „Wundertreibstoff“ zunehmend in den Blick der Energiewirtschaft: Ammoniak. Diese chemische Verbindung aus einem Stickstoffatom und drei Wasserstoffatomen (kurz NH3), als Energieträger zu verwenden, ist keine ganz...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch