Wahrig Synonymwörterbuch
Abgang
- Abtritt, Abzug, Abtreten, Verlassen, Weggang
- → Austritt
- Fehlgeburt, Abort(us)
- Abfahrt, Start, Fahrtbeginn, Aufbruch
- → Tod
Abgang: Zwischen Tod und Theater
Der Abgang gehört zur Bühnensprache und bezeichnet in der Dramaturgie den Schluss einer Szene und den vom abgehenden Schauspieler zu erreichenden Effekt: ein guter/wirkungsvoller Abgang. Darüber hinaus wird der Begriff im Theater auch für das Ausscheiden eines Schauspielers aus dem Ensemble verwendet. Daraus hat sich die allgemeine redensartliche Bedeutung entwickelt: Sich einen guten Abgang verschaffen heißt »beim Abschluss einer Sache einen guten Eindruck hinterlassen«. Ein Politiker, der von seinem Amt zurücktritt, kann damit einen spektakulären Abgang haben. Jemand der einen schlechten Abgang hat, hat seine Sache nicht gut gemacht oder ist womöglich im Streit ausgeschieden beziehungsweise entlassen worden. Die Wendung hat in diesem Fall also verhüllende Funktion.
Das Gleiche gilt im Zusammenhang mit dem tabuisierten Thema des Sterbens: Abgang wird auch als Synonym für Tod verwendet. Einer, der einen würdigen Abgang hat, stirbt in Würde. Darin schwingt wiederum die Metapher vom Leben als Theaterbühne mit, von der die Menschen abtreten. Der Befehl »Mach einen Abgang« ist die wenig höfliche Aufforderung, zu verschwinden.
Nichts mit dem Theater zu tun hat der Begriff Abgang im Zusammenhang mit Getränken. In der Weinsprache bezeichnet er Aroma und geschmacklichen Eindruck, den ein Schluck Wein oder auch Branntwein bei der Verkostung in der Kehle hinterlässt.
Das Gleiche gilt im Zusammenhang mit dem tabuisierten Thema des Sterbens: Abgang wird auch als Synonym für Tod verwendet. Einer, der einen würdigen Abgang hat, stirbt in Würde. Darin schwingt wiederum die Metapher vom Leben als Theaterbühne mit, von der die Menschen abtreten. Der Befehl »Mach einen Abgang« ist die wenig höfliche Aufforderung, zu verschwinden.
Nichts mit dem Theater zu tun hat der Begriff Abgang im Zusammenhang mit Getränken. In der Weinsprache bezeichnet er Aroma und geschmacklichen Eindruck, den ein Schluck Wein oder auch Branntwein bei der Verkostung in der Kehle hinterlässt.
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