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Sporternährung – Gels und Riegel für den Power-Spiegel

Kraftsnacks sind kein Zauber

Nach zwei Stunden auf dem Fahrradsattel bringt ein Energieriegel für die nächsten Kilometer neuen Schub in die müden Knochen. Nur ein Werbeversprechen oder Tatsache? Zahllose Sorten von Sporternährung überfluten als Riegel oder Gel den Markt. Was steckt drin in den kleinen Helfern, und was bewirken sie?

Der Mann mit dem Hammer

Radrennen

Ausdauersportlern wie diesen Rennradfahrern hilft ein Energiesnack zwischendurch.

Hamburg, Jedermann-Radrennen „Cyclassics“: Die Kehle ist trocken, der Schweiß fließt, die Beine schmerzen. Und das schon bei Kilometer 70, gute 80 sind noch zu fahren. Es muss unbedingt neue Energie her, ein Griff in die Tasche verspricht schnelle Hilfe. Raus das Päckchen, rein mit dem Gel, und der ermüdete Körper wandelt die zugeführten Kohlenhydrate sofort in Zucker um, neuen Brennstoff für die Weiterfahrt. In einem Werbefilm würde unser Radrennfahrer jetzt davonschießen wie Popeye nach einer Dose Spinat. Doch ganz so sieht es nicht aus.

Zunächst könnte man denken: Warum nicht gleich einen Schokoriegel? Enthält auch Zucker. Richtig, doch handelt es sich hier um herkömmlichen Industriezucker. Der würde direkt ins Blut gehen und im halberschöpften Zustand des Sportlers eine übermäßige Ausschüttung an Insulin hervorrufen. Das wiederum würde den Blutzuckerspiegel übermäßig senken, und es käme zu dem, was Ausdauersportler auch als „Mann mit dem Hammer“ oder „Hungerast“ bezeichnen: den absoluten Leistungseinbruch. Jeder weitere Meter würde zur Höllenqual, unser Radfahrer könnte seine restlichen 80 Kilometer getrost vergessen.

Getreideriegel

Die Energiepakete liefern Sportlern vor allem viele Kohlenhydrate.

Im Unterschied zum Schokoriegel verfügt ein Energieriegel oder Power-Gel über eine geballte Ladung an speziellen Kohlenhydraten. Im Wesentlichen sind dies Oligosaccharide, so genannte Mehrfachzucker, die der Organismus erst in Einfachzucker aufspalten muss, darunter Glucose, den eigentlichen Energielieferanten. Die Zuckerzufuhr läuft somit nicht sprunghaft, sondern konstant und dosiert ab wie die Sprit-Zufuhr zum Benzinmotor über den Vergaser. Ein Power-Snack bewahrt auf diese Weise vor Erschöpfung. Er verleiht die Power, die man braucht, um weitermachen zu können und nicht (viel) mehr – ansonsten würde er wohl unter die Dopingmittel fallen.

 

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von wissen.de-Autor Jens Ossa
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