Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Flügel

Flü|gel
m.
1.
bei Tieren
dem Fliegen dienender Körperteil
a)
bei Insekten
(häutige) Ausstülpung des Brustabschnitts
b)
bei Vögeln
befiederte Vordergliedmaße;
jmdm. die F. beschneiden
ihn in seiner Bewegungsfreiheit behindern;
die F. hängen lassen
mutlos, niedergeschlagen sein;
sich die F. verbrennen
in seinen Plänen scheitern und Schaden erleiden;
etwas verleiht jmdm. F.
gibt jmdm. Schwung;
auf ~n des Gesangs, der Fantasie
poet.
getragen vom Gesang, von der Fantasie
c)
bei Fledertieren
Flughaut zwischen Fingern, Rumpf und Hinterbeinen
2.
bei Pflanzensamen und Früchten
Anhangsorgan, das der Verbreitung durch Wind dient (z. B. bei den Nüsschen des Ahorns)
3.
einer von mehreren sternförmig um einen drehbaren Mittelpunkt angeordneten, flachen Teilen (eines Geräts) zur Bewegung durch Wind
(Windmühlen~)
4.
dem Vogelflügel nachgeahmtes Gebilde zur leichteren Bedienung (z. B. bei Flügelmuttern)
5.
Tragfläche (eines Flugzeugs)
6.
beweglicher, flächiger Teil eines mehrteiligen Gegenstands
(Altar~, Fenster~, Tür~)
7.
angebauter Teil, Seitenteil (eines Gebäudes)
8.
großes Klavier in Form eines Vogelflügels mit waagerecht in Richtung der Tasten gespannten Saiten
9.
seitlicher äußerer Teil (einer Personengruppe);
rechter, linker F. einer Truppe, Mannschaft, einer Partei
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Wissenschaft

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„Computus“ – so heißt das Buch, in dem der Mittelalterhistoriker Arno Borst erklärt, dass Leute, die ihre Texte auf einem Computer schreiben und Geld von einem Konto abheben, Dinge nutzen, deren Bezeichnungen von dem Ausdruck „computus“ abstammen, der zugleich uralt und vielseitig ist. Bereits in der Antike erfassten die Menschen...