Wahrig Synonymwörterbuch

Hure oder Prostituierte?

Sprachgeschichtlich geht der Ausdruck Hure auf das althochdeutsche feminine Substantiv huora und dieses auf huor für »Unzucht, Ehebruch« zurück.
Der Begriff wurde lange Zeit als ausschließlich abwertendes Synonym für Prostituierte verwendet, aber auch als Schimpfwort für vermeintlich untreue Ehefrauen oder allgemein zur Herabsetzung weiblicher Personen.
Eine leichte Aufwertung des Wortes, allerdings nur im Zusammenhang mit der Prostitution, entwickelte sich erst zum Ausgang der 1980er Jahre. Im Zuge des Kampfes um die gesellschaftliche Anerkennung ihres Gewerbes als Beruf begannen Prostituierte, den Begriff als positive Selbstbezeichnung zu verwenden. Als wertneutrale Fremdbezeichnung sollte jedoch weiterhin der Ausdruck Prostituierte verwendet werden.
Die Farblithografie „Im Hafen einer Hansestadt“ ist Teil einer Serie kulturgeschichtlicher Bilder, entstanden um 1909.
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