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Nie ohne Schutz!

So beobachtet man eine Sonnenfinsternis richtig

Die wichtigste Regel zur Finsternisbeobachtung, die nicht oft genug wiederholt werden kann, ist: niemals ungeschützt in die sich verfinsternde Sonne blicken!

Nur während der Totalität darf man ungeschützt - also ohne Schutzbrille - die Sonne betrachten. Noch gefährlicher als der ungeschützte Blick in die Sonne ist es, die Sonne durch ein unzureichend präpariertes optisches Gerät, wie Fotoapparat, Feldstecher oder Fernrohr zu beobachten. Dies gilt immer, nicht nur während einer Finsternis.

In solchen Geräten verwendbare astronomische Sonnenfilter müssen übrigens nicht nur extrem lichtundurchlässig sein (sie lassen höchstens 0,01% des einfallenden Lichts passieren), sondern auch sehr wärmebeständig, da durch die fokussierende Wirkung der Linsen eine enorme Hitze am Filter entsteht.

Wer häufig die Sonne beobachten will, sollte sich für sein Fernrohr besser ein spezielles Sonnenokular zulegen. Wesentlich sicherer ist es, das vom Fernrohr erzeugte Bild auf einen Schirm zu projizieren; solche Sonnenprojektionsschirme sind im Fachhandel erhältlich. Eine andere Möglichkeit ist die Camera obscura: eine Papp- oder Holzbox mit Lochblende, wie schon im Altertum bekannt. Sie sehen: Ungeschützt muss kein Mensch die Sonnenfinsternis beobachten.

aus der wissen.de-Redaktion/ Brockhaus Enzyklopädie
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