Lexikon
Angebotspolitik
wirtschaftspolitische Strömung, die Gründe für Störungen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts, insbesondere für die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrigen Wachstumsraten seit Anfang der 1970er Jahre, in Störungen der Angebotsbedingungen für die Produktionsunternehmen sieht. Angebotspolitik entstand als Gegenbewegung zum klassischen Keynesianismus und der damit verbundenen Nachfragepolitik. Das Konzept vertraut auf die systemimmanente Stabilität der Marktwirtschaft und ist an „mehr Markt“ und „weniger Staat“ orientiert. Angebotspolitik ist in den USA mit dem Begriff „Reagonomics“, in Großbritannien mit Thatcherismus verknüpft, in Deutschland im Wesentlichen auch vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vertreten. Wichtige vorgeschlagene Maßnahmen insbesondere zur Steigerung der privaten Investitionen: Deregulierung von Produkt- und Faktormärkten, Vereinfachung des Steuersystems und Senkung direkter Steuern, Senkung der Staatsquote z. B. durch Abbau von Subventionen, Kürzung sozialer Leistungen und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen.
Wissenschaft
Kratzen bringt für die Haut überraschende Vorteile
Wenn wir uns an einer juckenden Hautstelle kratzen, kann das zu lokalen Entzündungen führen oder diese verschlimmern – das ist bekannt. Doch das Kratzen ist nicht nur schlecht, sondern stärkt paradoxerweise auch die Immunabwehr an der juckenden Stelle, wie nun Forschende herausgefunden haben. Demnach verringert das Kratzen dort...
Wissenschaft
Kristalline Extremisten
Diamanten sind wegen ihrer großen Härte und Robustheit begehrt. Jetzt haben Forscher Materialien mit ähnlicher Struktur und noch extremeren Eigenschaften erzeugt. Und die könnten völlig neue Anwendungen ermöglichen. von REINHARD BREUER Diamonds are a girl’s best friend“, sang Marylin Monroe 1953 im Hollywood-Film „Blondinen...