Lexikon
biogenẹtische Grundregel
Rekapitulationstheorievon E. Haeckel (1866) formulierte, aber schon mehreren Vorgängern bekannte Regel über entwicklungsgeschichtliche Gesetzmäßigkeiten. Die biogenetische Grundregel besagt, dass „die Einzelentwicklung (Ontogenie) eine Wiederholung der Stammesentwicklung (Phylogenie) ist“. Danach wiederholt sich z. B. die Entwicklungsgeschichte des Menschen beim Embryo, der vor der Geburt ein dichtes Haarkleid, einen Schwanz und Greiffüße hat. Die Gültigkeit der biogenetischen Grundregel ist begrenzt. Die stammesgeschichtliche Veränderungen der Organismen werden in ihrer Ontogenese weder vollständig noch immer in ihrer ursprünglichen Reihenfolge wiederholt.
Wissenschaft
Fernsehen im Kopf
Stundenlang in Fantasiewelten versinken – das klingt harmlos. Doch das maladaptive Tagträumen ist so exzessiv und zwanghaft, dass es das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. von CHRISTIAN WOLF Schon als junges Mädchen verbrachte Jayne Bigelsen unzählige Stunden damit, in ihrem Kopf „fernzusehen“. Heute erinnert sich...
Wissenschaft
Inferno in Deutschlands Urzeit
Die Erde wurde immer wieder von verheerenden Kleinplaneten getroffen. In Süddeutschland gibt es sogar zwei geologisch junge Krater. Sind sie gleichzeitig entstanden? von THORSTEN DAMBECK Als ein mächtiger Planetoid auf das heutige Süddeutschland stürzte, lebten dort keine Menschen. Die Narben des Einschlags sind nach fast 15...