Lexikon

Haeckel

Haeckel, Ernst
Ernst Haeckel
Ernst, deutscher Naturforscher, * 16. 2. 1834 Potsdam,  9. 8. 1919 Jena; 18651908 Professor der Zoologie in Jena; Forschungsreisen nach Ceylon, Java, zum Roten Meer und in Südeuropa; arbeitete vor allem über wirbellose Meerestiere. In seinen zeichnerischen Darstellungen von Radiolarien, Foraminiferen, Medusen und Polypen verbindet sich wissenschaftliche Exaktheit mit künstlerischer Formenschönheit („Kunstformen der Natur“ 18991903). Haeckel war ein leidenschaftlicher Vertreter der Abstammungslehre und erweiterte C. Darwins Lehre von der Umwandlung der Arten durch Einbeziehung des Menschen („Anthropogenie“ 1874) und Aufstellung der biogenetischen Grundregel. In zahlreichen öffentlichen Streitgesprächen und Schriften verteidigte er den Darwinismus, wobei er den Gedanken der Abstammungslehre mit einem entwicklungsgeschichtlichen Materialismus (Monismus) verband. Gilt durch seine Schrift „Allgemeine Entwicklungsgeschichte der Organismen“ (1866) als Begründer der Ökologie, für die er den Begriff Naturhaushaltslehre prägte. Hauptwerke: „Natürliche Schöpfungsgeschichte“ 1868; „Welträtsel“ 1899; „Lebenswunder“ 1904.
Wissenschaft

Schnell wie das Licht

Die Lichtgeschwindigkeit ist eine der wichtigsten Naturkonstanten. Ohne Sie wäre die Physik des Universums nicht verständlich. von Rüdiger Vaas Im Vakuum ist Licht genau 299 792,458 Kilometer pro Sekunde schnell. Diesen Wert kürzen Physiker mit c ab (von lateinisch „celeritas“ für „Schnelligkeit“). Bis die Wissenschaft sich auf...

xxx_AdobeStock_69211757_1.jpg
Wissenschaft

Aufgeschäumt

Ob zum Reinigen, Feuerlöschen oder als schusssicherer Panzer: Schaumartige Materialien lassen sich vielseitig einsetzen – und verblüffen die Forscher immer wieder mit neuen Eigenschaften. von REINHARD BREUER Die Prunkkutsche hat schon bessere Tage gesehen. Die 300 Jahre alte Karosse, die im Marstallmuseum des Nymphenburger...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch