Wissensbibliothek
Was besagt die Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes?
Der britische Nationalökonom vertrat die Meinung, dass der Staat die Wirtschaft durch Investitionen ankurbeln müsse. Bekannt wurde er durch Kritik am Versailler Vertrag: »Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages« (Economic Consequences of the Peace, 1919). Mit der »Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes« (The General Theory of Employment, Interest and Money, 1936) schrieb er ein grundlegendes Werk. Keynes war der Ansicht, die Leistungsfähigkeit des marktwirtschaftlichen Systems ließe sich nur dann erhalten, wenn der Staat die öffentlichen Ausgaben steigert. Dabei solle er in Krisensituationen auch vor Schulden nicht zurückschrecken (deficit spending). Die sich selbst überlassene freie Wirtschaft führe auf Dauer zu Unterbeschäftigung, da der Verbrauch nicht so schnell wachse wie das Einkommen: Es werde zwar mehr gespart, aber Nachfrage und Investitionen stagnierten.
Neue Einblicke in die Ursprünge unseres Gehörs
Säugetiere haben ein empfindliches Gehör, mit dem sie Töne und Geräusche einen breiten Frequenzbereich wahrnehmen können. Dafür sorgt das Mittelohr, dessen Trommelfell die Schallwellen aus der Luft aufnimmt und über die Gehörknöchelchen weiterleitet. Doch wann hat sich diese Struktur entwickelt? Eine Studie zeigt nun anhand von...
Kleine Kannibalen im Kosmos
Ein Kugelsternhaufen ist Kronzeuge für die Gefräßigkeit von Zwerggalaxien: Sie wachsen, indem sie Artgenossen verschlingen. von THORSTEN DAMBECK Auf einer Reise gen Süden kann man auch am Himmel auf Unbekanntes stoßen. Denn dort steigen Gestirne über den Horizont, die von der Nordhalbkugel aus nicht sichtbar sind. So entdeckten...