Wissensbibliothek
Was besagt die Wirtschaftstheorie von John Maynard Keynes?
Der britische Nationalökonom vertrat die Meinung, dass der Staat die Wirtschaft durch Investitionen ankurbeln müsse. Bekannt wurde er durch Kritik am Versailler Vertrag: »Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages« (Economic Consequences of the Peace, 1919). Mit der »Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes« (The General Theory of Employment, Interest and Money, 1936) schrieb er ein grundlegendes Werk. Keynes war der Ansicht, die Leistungsfähigkeit des marktwirtschaftlichen Systems ließe sich nur dann erhalten, wenn der Staat die öffentlichen Ausgaben steigert. Dabei solle er in Krisensituationen auch vor Schulden nicht zurückschrecken (deficit spending). Die sich selbst überlassene freie Wirtschaft führe auf Dauer zu Unterbeschäftigung, da der Verbrauch nicht so schnell wachse wie das Einkommen: Es werde zwar mehr gespart, aber Nachfrage und Investitionen stagnierten.
Konvergent oder kontingent?
Auf der Suche nach Antworten auf die wirklich großen Fragen passiert es oft, dass verschiede Theorien miteinander wetteifern. Wetteifern deswegen, weil sie nach klarem Entweder-oder-Schema vermeintlich nicht unter einen Hut zu bringen sind. Dabei lassen große Fragen gerade in der Biologie häufig auch mehrere Antworten...
Fischfang als Wegbereiter für die Maya?
In Mittelamerika lebten schon vor tausenden Jahren Jäger und Sammler. Offenbar waren diese Menschen auch versierte Fischer, wie ein neuer Fund nun nahelegt. In einem artenreichen Feuchtgebiet in Belize haben Anthropologen Überreste eines ausgedehnten Grabensystems entdeckt, das bereits vor rund 4000 Jahren dem Fischfang diente....