Lexikon

Cytologie

[
tsy-; griechisch
]
Zellenlehre
das Gebiet der allgemeinen Biologie, das den Bau und die Funktionen der Zelle erforscht. Ausgangspunkt war die Entdeckung der Zelle am Flaschenkorken und ihre erste Beschreibung durch R. Hooke 1665. Erst viel später wurde erkannt, dass alle Gewebe aus Zellen zusammengesetzt sind, und in der Zelltheorie von M. J. Schleiden 1838 für pflanzliche Gewebe, von T. Schwann 1839 für tierische Gewebe formuliert. Der Zellkern wurde erstmals von R. Brown 1833 an Pflanzen beschrieben. 1866 äußerte E. Haeckel in seiner „Generellen Morphologie“ die Vermutung, dass die stofflichen Grundlagen der Vererbung im Zellkern zu suchen seien. Schneider beobachtete 1873 erstmals die Kernteilung und das Auftreten von Chromosomen bei einem Strudelwurm. Intensive Untersuchungen zu diesem Thema wurden vor allem von W. Hofmeister, O. Bütschli, E. Straßburger und O. Hertwig durchgeführt. Dabei entdeckten die Brüder O. und R. Hertwig am Seeigelei die Befruchtung. Im Zusammenhang mit der experimentellen Embryologie erfolgte um 1900 ein weiterer Aufschwung der Cytologie. Spezielle Fixierungs- und Färbungstechniken wurden entwickelt. Untersuchungsmethoden der heute morphologisch, biochemisch und biophysikalisch orientierten Cytologie sind Zentrifugierung, radioaktive Markierung, Dünnschnittechnik und Mikroskopie, vor allem Elektronenmikroskopie.
Schildkröte, Meer, schwimmend
Wissenschaft

Hilfe für das Plastik-Meer

In den Weltmeeren häuft sich immer mehr Plastikmüll an. Welche Schäden er anrichten kann, lässt sich noch gar nicht absehen. Forscher und Ingenieure sind alarmiert und suchen nach Wegen, um die Kunststoffreste wieder aus dem Wasser zu entfernen. von HARMUT NETZ Endlose Sandstrände, kristallklares Wasser, leuchtend bunte...

Das größte bekannte Vorkommen von Manganknollen befindet sich auf auf dem Meeresboden in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik.
Wissenschaft

Rohstoffe aus der Tiefe

Im und auf dem Meeresboden lagern wertvolle Metalle. Doch Tiefseebergbau ist mit hohen Risiken verbunden, deshalb hat bisher noch kein Abbau stattgefunden. Von RAINER KURLEMANN Der Hunger nach Rohstoffen macht auch vor den Ozeanen nicht Halt, denn der Meeresboden birgt Schätze, die zur Produktion von Hightech-Geräten,...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon