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Welcher Lemur wird als Unglücksbote gefürchtet?
Das Fingertier oder Aye-Aye (Daubentonia madagascariensis), dessen befremdlich wirkendes Äußere wohl für seinen schlechten Ruf verantwortlich ist. Fingertiere sind bei den Einwohnern Madagaskars nicht sehr beliebt. Der Anblick eines der bizarr aussehenden Tiere verheißt nach den Überlieferungen der Ureinwohner ein Unglück, das nur verhindert werden kann, wenn man den Lemuren umgehend tötet. Nicht jedoch dieser Aberglaube, sondern die großflächige Zerstörung ihres Lebensraums auf Madagaskar zeichnet hauptsächlich für die stark sinkenden Populationen der Fingertiere verantwortlich. Weichen sie deshalb in landwirtschaftlich genutzte Gebiete aus, so werden sie zudem von den Bauern als Obstdiebe gejagt und erlegt.
Der deutsche Name des Fingertiers nimmt Bezug auf den Bau seiner Hand mit den extrem langen Fingern. Vor allem der besonders lange und dünne Mittelfinger wirkt fast skelettartig, die Haut scheint direkt auf den dünnen Knochen zu liegen. Alle Finger haben – anders als sonst bei Primaten üblich – keine Nägel, sondern stark gebogene Krallen. Der verlängerte Mittelfinger eignet sich hervorragend dazu, Insektenlarven unter der Rinde hervorzuziehen. Zudem kann der Lemur ihn als eine Art Löffel benutzen, um z. B. den Nektar einer Blüte zu erreichen oder um an das Fruchtfleisch von Früchten heranzukommen. Darüber hinaus setzt das Fingertier seinen Mittelfinger ein, um sich Augen, Nase und Ohren zu reinigen.
Kosmologie im Härtetest
Bringen junge helle Galaxien das Standardmodell vom Universum in Erklärungsnot? von RÜDIGER VAAS Wir erahnen die Unermesslichkeit unserer Unwissenheit, wenn wir die Unermesslichkeit des Sternenhimmels betrachten“, sagte der Philosoph Karl Popper 1960 in einem Vortrag in London. Das James Webb Space Telescope (JWST) späht seit...
Lasst sie brennen!
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