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Weshalb nennt man Kolibris auch »fliegende Edelsteine«?
Weil ihr Gefieder in allen Regenbogenfarben zu schillern beginnt, wenn das Licht in einem bestimmten Einfallswinkel darauf fällt. Obwohl die Kolibris wegen dieser leuchtenden Schillerfarben berühmt sind, sind ihre Federn eigentlich grau. Das Geheimnis ihres »Schillerns« liegt in der Feinstruktur der Federn begründet. Lufteinschlüsse in der unterschiedlich dicken Hornmasse der Federstrahlen führen dazu, dass das Licht an der Ober- und Unterseite der Federn unterschiedlich stark gebrochen und so in die verschiedensten Farbtöne zerlegt wird. Die Farbe beruht also nicht – wie bei den meisten anderen Vögeln – auf eingelagerten Pigmenten, sondern auf dem physikalischen Phänomen der Lichtbrechung.
Manche Arten haben sich zusätzlich einen auffallenden Federschmuck zugelegt: Die Schmuckelfe (Lophornis ornata) beispielsweise trägt eine kurze, orangefarbene Federhaube auf dem Kopf und einen rostroten, mit schwarzen Tropfenflecken gemusterten Wangenfächer. Mit besonders langen Schwanzfedern von zehn Zentimetern wartet dagegen die Schleppensylphe (Sappho sparganura) auf, die noch vom Schwalbenkolibri (Cyanolesbia kingi) mit 16 Zentimetern übertroffen wird.
Quanten-Diamanten
Sogenannte Fehlstellenzentren in Diamanten brillieren mit vielen vorteilhaften Eigenschaften. Das macht sie begehrt für den Einsatz in Quantencomputern, Quantennetzwerken und Quantensensorik. von DIRK EIDEMÜLLER Diamanten glänzen nicht nur in der Auslage beim Juwelier, auch in der Forschung machen sie eine gute Figur. Ihre...
Rätsel des Sonnenzyklus gelöst
Alle 10,4 Jahre ist die Zahl der Sonnenflecken am größten. Das konnten Forscher nun erstmals über ein Jahrtausend hinweg nachweisen – und endlich auch die Ursache klären. von THOMAS BÜHRKE Im Jahr 1829 verkaufte Samuel Heinrich Schwabe seine Apotheke in Dessau. Das tat er nicht etwa, weil sie schlecht lief, sondern weil er sich...