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Bordeauxweine

[bɔrˈdo:-]
Rot- und Weißweine aus den Anbaugebieten um Bordeaux, französisch Bordelais, im Départements Gironde. Den größten Anteil haben Qualitätsweine und hier vor allem Rotweine, darunter einige weltberühmte und sehr teure Weine. Qualitätsunterschiede der Bordeauxweine werden durch ein ausgefeiltes Klassifikationssystem kenntlich gemacht, z. B. die kontrollierte Herkunftsbezeichnung (französisch Appellation [dOrigine] Contrôlée, Kurzbezeichnung AC oder AOC), u. a. Médoc, Graves, Entre-Deux-Mers, Pomerol, Saint-Émilion, oder das Weingut (Château). Die meisten Bordeauxweine kommen jedoch mit der einfachen Klassifizierung Bordeaux auf den Markt, die etwas gehaltvolleren werden als Bordeaux Supérieur gekennzeichnet. Typische Rebsorten für Rotweine sind Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet franc. Für trockene Weißweine wird vorwiegend Sauvignon Blanc verwendet, für die berühmten edelsüßen Weißweine (Sauternes, Barsac) vor allem die Rebsorte Sémillon. Bordeauxweine sind stets Verschnitte aus mehreren Rebsorten (Cuvées), wodurch erst ihre charakteristischen Eigenschaften erzielt werden. Einfache Bordeauxweine können jung getrunken werden, höherwertige Bordeauxweine entfalten sich erst nach längerer Lagerung.

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