Wissensbibliothek
Was kann man von Pippi Langstrumpf lernen?
»Pippi Langstrumpf« (1945), Astrid Lindgrens erster großer Erfolg, ist als ein warmherziges Plädoyer für den Respekt vor kindlichen Bedürfnissen und Fantasien zu lesen. Das anarchische Märchen handelt von einem Mädchen, das alleine mit einem Pferd und einem Affen in einem Haus, der »Villa Kunterbunt«, lebt und sich erfolgreich den Versuchen der Erwachsenenwelt widersetzt, sie zum Schulbesuch zu zwingen, dem Sozialamt zu übergeben oder sonstwie zu »zivilisieren«. Die traumhafte, irreale Figur Pippi wird in die durchaus reale Lebenswirklichkeit gesetzt, eine Gegenüberstellung, aus der sich immer wieder absurd-komische Effekte ergeben. Astrid Lindgrens von Humor und Wärme geprägte Serien über Pippi Langstrumpf, Kalle Blomquist, die Kinder aus Bullerbü, Karlsson vom Dach und Michel aus Lönneberga erreichten wie die Einzelromane »Mio mein Mio«, »Die Brüder Löwenherz« und »Ronja Räubertochter« weltweit ein Millionenpublikum.
Wirklich wahr?
Die Frage nach der Wahrheit ist ein Klassiker der Wissenschaftsphilosophie, und gerade in dieser Zeit besonders wichtig. von TOBIAS HÜRTER Es gibt eine merkwürdige Stelle in der Bibel, die man leicht überliest. Als Jesus im Amtssitz des römischen Statthalters Pontius Pilatus verhört wird und beteuert, er sei gekommen, um „für die...
Körperabwehr gegen Krebs
Immuntherapien sind die neue tragende Säule der Krebsmedizin. Bei manchen Patienten vollbringen sie wahre Wunder, bei anderen verfehlen sie ihre Wirkung. Warum? von SUSANNE DONNER Bei der Vorstellung kann einem mulmig zumute werden: Tag für Tag entstehen in jedem von uns Krebszellen. „Hundertfach. Es ist etwas ganz Normales“,...