Wissensbibliothek

Gibt es technische Lösungen gegen die Überdüngung?

Ja, mithilfe der modernen Informationstechnologie soll das Problem an der Wurzel gepackt werden. Eine Ursache der Überdüngung ist nämlich die uneinheitliche Bodenqualität eines Ackers, auf den im herkömmlichen Landbau jeweils einheitliche Mengen an Dünger oder Pflanzenschutzmitteln ausgebracht werden. Manche Stellen erhalten daher zu viel, andere zu wenig – es kommt also einerseits zu Ertragseinbußen und anderenorts zum Austrag von überschüssigen Mengen ins Grundwasser. Sensoren sollen Landmaschinen in die Lage versetzen, automatisch Wuchsparameter, Bodeneigenschaften, den Unkrautbefall und prognostizierte Erträge metergenau zu erfassen. Wird gleichzeitig über GPS die Position der Maschine registriert, lassen sich absolute Kartierungen erstellen. Fügt man noch Wetterdaten sowie Prognosemodelle und weiteres Expertenwissen hinzu, so ergibt sich ein »Geo-Informationssystem« (GIS), das eine genaue Dosierung von Dünger oder Agrarchemikalien ermöglicht. Solche Verfahren der »teilflächenspezifischen Pflanzenproduktion« werden derzeit von verschiedenen Stellen erforscht.

Phaenomenal_NEU.jpg
Wissenschaft

Unser selektives Gehirn

Warum wir unsere Gesprächspartner selbst im Stimmengewirr einer Party noch problemlos verstehen können, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Sicher haben Sie das auch schon einmal erlebt: Sie stehen bei einem gesellschaftlichen Ereignis in einer von mehreren Gesprächsrunden und beteiligen sich, ein Getränk in der Hand, munter an der...

Atomkern
Wissenschaft

Kern mit Proton-Halo

Neue Messungen an einem exotischen Aluminium-Isotop deuten auf eine ungewöhnliche Struktur hin: Dort gibt es ein nur schwach gebundenes äußeres Proton. von DIRK EIDEMÜLLER Normalerweise stellt man sich Atomkerne als extrem dichte Zusammenballung von Protonen und Neutronen vor, die durch die starke Kernkraft zusammengehalten...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon