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LEXIKON

DSL

Abkürzung für englisch Digital Subscriber Line, eine Familie von Datenübertragungstechnologien, die hohe Übertragungsraten unter Verwendung der Kupferdoppeladern des Telefonnetzes erlaubt. Dabei sind die Übertragungsrichtungen in verschiedene Kanäle getrennt. Bei ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) liegen die erreichbaren Übertragungsraten derzeit effektiv bei etwa 512 kbit/s in Senderichtung und bis zu 6 Mbit/s in Empfangsrichtung (zum Vergleich: ein ISDN-Kanal erreicht 64 kbit/s). Dies macht die Technologie besonders interessant für Endverbraucher, bei denen der Datenverkehr typischerweise asymmetrisch ist, mit einem hohen Datenaufkommen zum Kunden hin (Downstream) und einem geringen Datenaufkommen vom Kunden weg (Upstream). Anwendungsfelder sind hier neben High-Speed-Zugängen zum Internet auch on-demand-Dienste (Music-on-demand). Mit weiteren DSL-Techniken wie HDSL (High Speed DSL) und VDSL (Very High Speed DSL) lassen sich Übertragungsraten bis zu 50 Mbit/s (VDSL1) bzw. 100 Mbit/s (VDSL2) erreichen. Aufgrund der Anfälligkeit der Übertragungstechnologie für Störungen ist die Reichweite der Verfahren mit extrem hohen Übertragungsraten jedoch relativ gering (weniger als 1,5 km), so dass diese Technologien vor allem für LAN-Verbindungen einsetzbar sind.
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