Lexikon
Epizỵkeltheorie
eine Theorie der Planetenbewegung im Altertum, nach einer Idee von Apollonios von Perge durch Hipparch begründet, später von Ptolemäus vervollkommnet. Nach der Epizykeltheorie bewegen sich die Planeten gleichförmig auf einem Kreis (Epizykel) um einen Punkt (Epizykelmittelpunkt) M, der sich seinerseits gleichförmig auf einem Kreis (Deferent) um die Erde bewegt. – Verbesserungen: Die Erde kann auch außerhalb des Mittelpunkts des Deferenten (exzentrisch) liegen; M kann sich auch ungleich bewegen; die Bewegung wird dann von einem sich gleichmäßig um ein Zentrum Z drehenden Leitstrahl ZM gesteuert. Durch die Epizykeltheorie, die bis zum 16. Jahrhundert als richtig galt, ließen sich die Bewegungen der Planeten bei feststehender Erde in großen Zügen erklären und voraus berechnen.
Wissenschaft
Das Standardmodell
Idealerweise genügen sechs Parameter, um die Entwicklung des Universums zu beschreiben. Vielleicht ist das zu schön, um wahr zu sein? von RÜDIGER VAAS Das Universum ist kein Forschungsgegenstand wie jeder andere. Denn wir können es nicht als Ganzes und von außen betrachten. Wir sind mittendrin und sehen nur einen räumlich wie...
Wissenschaft
Sauerstoffatmung schon vor der Photosynthese?
Die Erdatmosphäre reicherte sich erst durch die Photosynthese der Cyanobakterien und anderer photosynthetisch aktiver Organismen mit Sauerstoff an. Erst dies ermöglichte die Entwicklung komplexerer Sauerstoff-atmender Organismen. Für ihre Stoffwechsel waren Moleküle wie die aeroben Chinone von großer Bedeutung. Forschende haben...