Lexikon
Explosịvstoffe
Stoffe und Stoffgemische, bei denen durch gebundenen Sauerstoff eine schnell verlaufende Oxidation unter Wärmeabgabe und Entwicklung von Gasen stattfindet, deren Druck nutzbar gemacht werden kann. Nach ihrer Wirkung und Verwendung unterscheidet man Treibmittel, Sprengmittel und Zündstoffe. Während die Treibmittel verhältnismäßig langsam verbrennen und dadurch eine mehr schiebende Wirkung haben, läuft bei den Sprengmitteln die Explosion bedeutend schneller ab, so dass die Wirkung eine mehr zerstörende ist. Die sehr empfindlichen Zündstoffe, zu denen u. a. die Initialsprengstoffe, Knallquecksilber und Bleiazid gehören, lösen dagegen die Verbrennung eines Treib- oder Sprengmittels aus, nachdem sie selbst durch Stoß, Schlag oder Erhitzen detoniert sind. – Unter den heute gebräuchlichen Sprengstoffen kommt dem Nitroglycerin die größte Bedeutung zu, daneben Schießbaumwolle, Pikrinsäure, Dinitrotoluol und Trinitrotoluol und Tetranitromethylanilin. Sie werden vorwiegend für militärische Zwecke verwendet. – Das früher ausschließlich verwendete Schwarzpulver hat kaum noch Bedeutung.
Wissenschaft
Aus alten Zellen wird neuer Rohstoff
Schreddern, ätzen, schaben: Ein Bündel von Techniken soll dafür sorgen, dass sich ausgediente Solarzellen recyceln lassen – und nicht mehr wie bislang meist einfach im Müll landen. von KATJA MARIA ENGEL Noch ist viel freie Fläche zu sehen. Am Stadtrand von Münster baut die Firma Reiling PV-Recycling gerade ein Kompetenzzentrum...
Wissenschaft
Sichere Depots für Wasserstoff
Wasserstoff, der etwa mit Solarstrom produziert wurde, über längere Zeit aufzubewahren, ist eine Herausforderung. Möglichkeiten dazu bieten Hohlräume in unterirdischen Salzstöcken – oder Eisenerz. von CHRISTIAN BERNHART(Eisenspeicher) und RALF BUTSCHER Am 9. Mai 2025 war es soweit: Auf einem Gelände bei Etzel, einem Teilort der...